Erfurt und Guy Montavon: Außergerichtliche Einigung im Rechtsstreit in Sicht
Franz-Peter SchachtErfurt und Guy Montavon: Außergerichtliche Einigung im Rechtsstreit in Sicht
In dem langjährigen Rechtsstreit zwischen der Stadt Erfurt und Guy Montavon zeichnet sich eine mögliche außergerichtliche Einigung ab. Der ehemalige Mitarbeiter war vor über zwei Jahren fristlos entlassen worden, was eine juristische Auseinandersetzung auslöste, die nun möglicherweise einer Lösung zugeführt wird. Im Mittelpunkt der Verhandlungen steht eine finanzielle Regelung, um weitere Gerichtsverfahren zu vermeiden.
Montavons Entlassung Anfang 2022 war zunächst mit Vorwürfen wegen Machtmissbrauchs und sexueller Belästigung verbunden. Diese Anschuldigungen wurden jedoch nie gerichtlich bewiesen. Später nannte die Stadt stattdessen finanzielle Verfehlungen als Grund für die Kündigung.
Ein Schlichtungsverfahren Mitte März brachte beide Seiten an den Verhandlungstisch. Eine Abfindungssumme im mittleren sechsstelligen Bereich wurde erörtert, die vor allem ausstehende Gehaltszahlungen abdecken soll. Montavon könnte im Gegenzug seine Klage auf Wiedereinstellung fallen lassen, falls eine Einigung zustande kommt.
Oberbürgermeister Andreas Horn informierte den Ältestenrat des Stadtrats vergangenen Donnerstag über den Stand der Dinge. Zwar schien eine vorläufige Einigung greifbar, doch hat Montavon inzwischen eine zusätzliche Forderung gestellt, die den Abschluss verzögert. Bei Zustimmung könnte die Vereinbarung im Mai unterzeichnet werden. Scheitern die Gespräche, wird der Fall im September vor dem Erfurter Arbeitsgericht weiterverhandelt.
Der vorgeschlagene Vergleich würde den zweijährigen Rechtsstreit zwischen Montavon und der Stadt beenden. Bei Annahme würde er rückständigen Lohn abdecken und weitere Prozesse vermeiden. Kommt es zu keiner Einigung, werden die Verhandlungen im Herbst fortgesetzt.






