Fachkräftemangel in Mainz: 62 Prozent der Unternehmen kämpfen mit unbesetzten Stellen
Franz-Peter SchachtFachkräftemangel in Mainz: 62 Prozent der Unternehmen kämpfen mit unbesetzten Stellen
Eine neue Umfrage zeigt, dass 62 Prozent der Unternehmen in Mainz offene Stellen aufgrund von Fachkräftemangel nicht besetzen können. Besonders betroffen sind das Handwerk, die Bauwirtschaft und die Industrie, wo die Nachfrage nach qualifizierten Arbeitskräften weiterhin hoch bleibt.
Fast 40 Prozent der Betriebe bewerten die Lage als mittel bis schwerwiegend. Als Hauptgründe für die unbesetzten Stellen nennen sie fehlende Bewerber und unzureichende Qualifikationen. Dennoch ergreifen 62 Prozent der Firmen nun Maßnahmen, um das Problem anzugehen.
Flexible Arbeitszeiten und Weiterbildungsmöglichkeiten haben sich als beliebte Instrumente zur Mitarbeiterbindung etabliert. Dagegen werden Lösungen wie die Anwerbung internationaler Fachkräfte oder der Einsatz KI-gestützter Einstellungsverfahren noch zu selten genutzt. Manuela Matz, Wirtschaftsdezernentin der Stadt Mainz, sieht hier erhebliche Verbesserungspotenziale.
Mainz genießt bei Unternehmen weiterhin einen guten Ruf: 72 Prozent bewerten den Standort als positiv. Teresa Klug, Leiterin des Referats für Wirtschaft und Strukturförderung, plant, die Förderprogramme auszubauen, um diese Position weiter zu stärken.
Die Umfrage unterstreicht die Dringlichkeit, die Personalengpässe in den Schlüsselsektoren zu beheben. Eine Ausweitung der Rekrutierungsstrategien und Unterstützungsangebote könnte die Lage entspannen. Viele Unternehmen setzen bereits Gegenmaßnahmen um – doch für eine langfristige Stabilität könnten umfassendere Lösungen nötig sein.
