05 April 2026, 02:32

Falsche Wahlbetrugs-Vorwürfe in Baden-Württemberg: Wie Falschmeldungen Prominente treffen

Deutsches Propagandaplakat für die NSDAP mit zwei Männern auf einem Sofa und Text.

Falsche Wahlbetrugs-Vorwürfe in Baden-Württemberg: Wie Falschmeldungen Prominente treffen

Falsche Behauptungen über Wahlbetrug bei der Landtagswahl 2026 in Baden-Württemberg verbreiten sich online – Prominente werden zur Zielscheibe

Falsche Vorwürfe wegen angeblichen Wahlbetrugs bei der Landtagswahl 2026 in Baden-Württemberg haben sich in sozialen Medien ausgebreitet und dabei bekannte Persönlichkeiten ins Visier genommen. In Videos und Beiträgen wurden dem Journalisten Peter Hahne, dem Ökonomen Markus Krall und dem AfD-Politiker Tino Chrupalla fälschlich Aussagen unterstellt. Die Landeswahlleitung hat inzwischen bestätigt, dass es keinerlei Belege für Manipulationen gibt.

Die irreführenden Inhalte tauchten zunächst auf einem YouTube-Kanal auf, bevor sie – darunter auch von einem prorussischen Account – in sozialen Netzwerken massenhaft geteilt wurden. Die Behauptung über Peter Hahne entstand auf dem YouTube-Kanal "Nachrichten Aktuell", der das entsprechende Video später löschte. Dennoch zirkulierte ein Ausschnitt weiter auf X (ehemals Twitter), verstärkt durch den Account "Daniel Gugger". In der manipulierten Aufnahme wurde Hahne fälschlich so dargestellt, als hätte er Stimmauszählungsfehler zugunsten der rechtspopulistischen AfD aufgedeckt.

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Tatsächlich war Hahne am Wahltag in einer Live-Sendung von "Tichys Einblick" zu sehen. Weder in dieser Sendung noch an anderer Stelle äußerte er sich zu Betrug oder Unregelmäßigkeiten. Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) am 12. März berichtete, gab es keine festgestellten Fälle von Wahlfälschung.

Am 25. März bestätigte der Landeswahlleiter, dass es keine konkreten Verdachtsmomente bei der Briefwahl gebe. Zwei Tage später wurden die endgültigen Wahlergebnisse ohne Zwischenfälle veröffentlicht. Die Behörden betonten, dass weder rechtliche Schritte eingeleitet noch Ermittlungen aufgenommen wurden, da keine glaubwürdigen Hinweise auf Manipulationen vorlagen.

Nach Wahlrecht kann jeder wahlberechtigte Bürger das Ergebnis anfechten, sofern Verstöße gegen Wahlvorschriften nachgewiesen werden. In diesem Fall wurden jedoch keine Einsprüche eingereicht. Die Landeswahlleitung hat den Vorgang abgeschlossen und bestätigt, dass es keine Anzeichen für Betrug bei der baden-württembergischen Landtagswahl 2026 gibt. Die falschen Behauptungen über Hahne, Krall und Chrupalla bleiben unbelegt – weitere Maßnahmen wurden nicht ergriffen. Die endgültigen Ergebnisse, die am 27. März veröffentlicht wurden, bleiben damit unangefochten.

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