FDP-Streit eskaliert: Döring sagt Debatte mit Hagen nach Junge Freiheit-Interview ab
Christina SorgatzFDP-Streit eskaliert: Döring sagt Debatte mit Hagen nach Junge Freiheit-Interview ab
Eine geplante Debatte zwischen Sabine Döring und FDP-Generalsekretär Martin Hagen ist abgesagt worden. Die Absage erfolgte nach einem Interview Hagens mit der Jungen Freiheit, einer Zeitung, die für ihre Nähe zur AfD bekannt ist. Döring begründete ihren Rückzug mit politischen Bedenken gegen das Blatt.
In seinem Gespräch mit der Jungen Freiheit übte Hagen scharfe Kritik an der AfD und äußerte sich besorgt über den Rückgang offener Debatten in der Gesellschaft. Die Zeitung, die oft mit AfD-Anhängern in Verbindung gebracht wird, hat in der Vergangenheit bereits andere FDP-Politiker in Interviews und Gastbeiträgen zu Wort kommen lassen.
Dörings Entscheidung, die Veranstaltung bei der Friedrich-Naumann-Stiftung abzusagen, stößt bei FDP-Kritikern auf Zustimmung. Manche sehen darin einen Versuch, Hagens Einfluss zu schwächen und ihm Wählerstimmen zu entziehen. Die Partei selbst hält den Dialog mit AfD-nahen Wählern für entscheidend, um verlorene Unterstützung zurückzugewinnen und politisch relevant zu bleiben.
Die FDP steckt nach Jahren der Wählerwanderung zur AfD in einer existenzbedrohenden Krise. Dörings Weigerung, mit Hagen zu diskutieren, unterstreicht die anhaltenden Spannungen über den politischen Kurs. Die Strategie, AfD-Sympathisanten für sich zu gewinnen, bleibt innerhalb der Partei umstritten.






