21 March 2026, 08:31

Frauenpfahl am Bodensee: Wo grausame Legenden und dunkle Geschichte lebendig werden

Ruinen einer alten Kirche in Irland mit einem Friedhof im Vordergrund und einer Burg im Hintergrund bei einem bewölkten Himmel, mit einem Wasserzeichen.

Frauenpfahl am Bodensee: Wo grausame Legenden und dunkle Geschichte lebendig werden

Der Frauenpfahl am Bodensee – ein Ort dunkler Geschichte und gruseliger Legenden

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Der Frauenpfahl am Bodensee birgt eine düstere Vergangenheit: Hier wurden Frauen auf grausame Weise hingerichtet. Wegen angeblicher Verbrechen wie Diebstahl oder Ehebruch ertränkte man sie während sogenannter "Gottesurteile" im See. Heute zieht das Denkmal Besucher an – besonders zu Halloween – als historisches Mahnmal und beklemmende Erinnerung an längst vergangenes Unrecht.

Lokale Sagen erzählen von einer Frau, die versucht haben soll, mit ihrem Kind den Gnadensee zu durchschwimmen. Das Baby ertrank, und sie wurde zum Tode verurteilt. Doch im letzten Moment rettete sie der Abt des Klosters Reichenau vor der Hinrichtung.

Jahrhundertelang war der Frauenpfahl von Aberglauben umwoben. Verurteilte Frauen nähte man in Säcke – manchmal zusammen mit Tieren – und warf sie in den See. Ein dokumentierter Fall ist die Diebin Apollonia, die am 9. November 1532 hier ihr Leben verlor.

Lange mied man den Ort aus Furcht. Erst im späten 20. Jahrhundert wandelte sich das Bild: Wissenschaftliche Forschung und offizielle Anerkennung machten ihn zu einer historischen Bildungsstätte. Heute lockt er Touristen, vor allem zu Halloween, wenn abendliche Führungen die schaurige Vergangenheit erkunden.

Ein Besuch am Frauenpfahl lässt sich gut mit anderen Sehenswürdigkeiten der Region verbinden. Der Konstanzer Münster und die Blumeninsel Mainau bieten familienfreundliche Alternativen. Nach einer gruseligen Tour rundet ein gemütlicher Café-Besuch in Konstanz den Abend ab. Wer sich nachts ans Ufer wagt, sollte warme Kleidung und eine Taschenlampe mitnehmen.

Der Frauenpfahl ist heute zugleich Mahnmal und Touristenattraktion. Seine Geschichte der Hinrichtungen wurde durch Forschung bewahrt – aus einem einst gefürchteten Ort wurde so ein Platz der Besinnung. Zu Halloween wird er Teil eines besonderen Erlebnisses, das Geschichte mit saisonalem Grusel verbindet.

Quelle