Gewerkschaft warnt vor "Überstunden-WM" in Mainzer Gastronomie während der Fußball-WM
Stefan TrubinGewerkschaft warnt vor "Überstunden-WM" in Mainzer Gastronomie während der Fußball-WM
Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) setzt sich für faire Arbeitsbedingungen für rund 6.850 Beschäftigte in der Gastronomie in Mainz ein – rechtzeitig vor der FIFA-Fußballweltmeisterschaft. Sie warnt Unternehmen davor, ihre Mitarbeiter mit übermäßigen Überstunden während des Turniers zu überlasten.
Die Verhandlungen zwischen der NGG und dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) sind ins Stocken geraten. Die Gewerkschaft fordert eine Lohnerhöhung von 14,5 Prozent und bezeichnet die Gegenangebote des DEHOGA als unzureichend und respektlos gegenüber den Beschäftigten. Der letzte Tarifvertrag war im März 2021 ausgelaufen.
Guido Noll von der NGG Darmstadt und Mainz betonte, dass Arbeitgeber den Fußball nicht über die persönlichen Bedürfnisse der Mitarbeiter stellen dürften. Viele WM-Spiele beginnen spät – um 22 Uhr oder sogar um 1 Uhr Ortszeit. Dieser Spielplan könnte die Zahl der öffentlichen Übertragungen in Mainz verringern und den Wettbewerb um verfügbare Plätze verschärfen.
Die NGG fordert die Betriebe zudem auf, für Spitzenzeiten zusätzliches Personal einzustellen. Sie will eine „Überstunden-WM“ vermeiden und faire Bezahlung für Mehrarbeit sicherstellen. Die Gewerkschaft ist überzeugt, dass die Belegschaft bereit sein wird, zu arbeiten – vorausgesetzt, Löhne und Arbeitszeiten bleiben angemessen.
Die NGG bleibt bei ihrer Forderung nach besseren Löhnen und Arbeitsbedingungen für Gastronomiebeschäftigte. Sie besteht darauf, dass eine faire Behandlung die Mitarbeiter während des gesamten Turniers verfügbar hält. Die Warnungen der Gewerkschaft kommen zu einem Zeitpunkt, an dem sich die Betriebe auf die ungewöhnlichen Spielzeiten der Weltmeisterschaft vorbereiten.






