Goslar testet Tempo 30 in Ohlhof – mehr Sicherheit oder nur ein Experiment?
Franz-Peter SchachtGoslar testet Tempo 30 in Ohlhof – mehr Sicherheit oder nur ein Experiment?
Goslar führt sechsmonatige Testphase für Tempo 30 in zwei Straßen des Stadtteils Ohlhof ein
Ab dem 9. April gilt in der Ohlhofbreite und der Kurt-Schumacher-Allee für ein halbes Jahr eine probewiese Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h. Mit der Maßnahme wollen die Verantwortlichen die Verkehrssicherheit und Lebensqualität im Viertel verbessern.
Der Versuch geht auf eine Petition aus dem vergangenen Jahr zurück, in der 238 Anwohner:innen des Ohlhofs mehr Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung gefordert hatten. Seither unterstützen sowohl lokale Politiker:innen als auch der Stadtteilverein Ohlhof das Vorhaben. Während der Testphase werden weder Blitzer noch andere Kontrollinstrumente eingesetzt.
In der Zone gilt die Regelung "rechts vor links", sodass Autofahrer:innen dem Verkehr von rechts Vorfahrt gewähren müssen. Das Ziel der Stadt besteht darin, die durchschnittliche Geschwindigkeit auf 36 km/h oder weniger zu senken. Regelmäßige Verkehrsuntersuchungen sollen zeigen, ob diese Vorgabe erreicht wird.
Bei Erfolg könnte die Tempo-30-Zone dauerhaft eingeführt werden. Das Projekt wurde sowohl vom Goslarer Stadtrat als auch vom örtlichen Nachbarschaftsverband gebilligt. Die Testphase läuft bis Oktober, wobei kontinuierlich Daten erhoben werden. Diese sollen entscheiden, ob die reduzierte Geschwindigkeitsbegrenzung beibehalten wird. Konkrete Unfallstatistiken, die mit der Entscheidung in Zusammenhang stehen, hat die Stadt bisher nicht veröffentlicht.






