29 April 2026, 03:17

Grüne fordern 2-Prozent-Steuer für Superreiche ab 100 Millionen Euro Vermögen

Plakat mit fettem schwarzem Text auf einem weißen Hintergrund, eingerahmt von einem schmalen schwarzen Rand, der besagt "Maganomics: Ein Wirtschaftsplan, der drei Dinge tut - senkt Steuern für die Reichen und Großkonzerne noch weiter."

Grüne fordern 2-Prozent-Steuer für Superreiche ab 100 Millionen Euro Vermögen

Karl Haeusgen, Vorsitzender der Wirtschaftsvereinigung der Grünen, hat eine neue Vermögenssteuer für Deutschlands Superreiche vorgeschlagen. Der Plan sieht eine jährliche Mindestabgabe von 2 % auf Vermögen über 100 Millionen Euro vor. Haeusgen argumentiert, dass damit soziale Programme finanziert werden könnten, ohne die wirtschaftliche Stabilität der Wohlhabenden zu gefährden.

Haeusgen übernahm seine aktuelle Position Mitte 2025 und leitet seitdem gemeinsam mit Marie-Luise Wolff die Wirtschaftsvereinigung der Grünen. Zuvor war er von 2020 bis 2024 Präsident des konservativen Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA). Sein Werdegang umfasst auch die Mitinhaberschaft eines mittelständischen Unternehmens mit einem Umsatz von rund 500 Millionen Euro – ein Schwellenwert, der ihn selbst von der geplanten Steuer betroffen machen könnte.

Die vorgeschlagene Abgabe würde nur auf besonders große Vermögen ab 100 Millionen Euro erhoben. Konzipiert ist sie so, dass das Vermögensstammkapital nicht angegriffen wird, vorausgesetzt, die jährliche Wertsteigerung der Assets liegt bei bis zu 6 %. Haeusgen schlägt zudem vor, inländische Kapitalertrags- und Einkommensteuern auf die Vermögenssteuer anzurechnen, um die Akzeptanz zu erhöhen.

Neben der Steuerdebatte kritisiert Haeusgen die Regierungspolitik bei den steigenden Spritpreisen. Die pauschale Senkung der Mineralölsteuer bezeichnet er als unwirksame "Gießkannenförderung". Sein Konzept zielt darauf ab, Kürzungen bei anderen Sozialleistungen auszugleichen und gleichzeitig den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken – den er als wirtschaftlichen Standortvorteil betrachtet.

Unter Haeusgens Führung wirbt die Wirtschaftsvereinigung der Grünen um enttäuschte Wähler der Freien Demokratischen Partei (FDP) und unabhängige Unternehmer mit einem "grünen Gewissen".

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Sein Vermögenssteuer-Modell sieht eine jährliche Belastung von 2 % auf Vermögen über 100 Millionen Euro vor. Die Maßnahme soll Kürzungen bei anderen Leistungen ausgleichen, ohne das Grundvermögen der Ultrareichen anzutasten. Zudem sind Steueranrechnungen vorgesehen, um die Bereitschaft zur Zahlung zu erhöhen und die Zustimmung bei wirtschaftsliberalen Wählern zu verbreitern.

Quelle