10 June 2026, 10:29

Grüne kritisieren Mainzer Veranstaltungskoordination und fehlende Radumleitungen

Mainz Altstadt-Grüne kritisieren Chaos bei Veranstaltungen - Stadt verteidigt

Grüne kritisieren Mainzer Veranstaltungskoordination und fehlende Radumleitungen

Die Grünen im Ortsbeirat der Mainzer Altstadt haben die Art und Weise, wie die Stadt die Koordination von Veranstaltungen handhabt, infrage gestellt. Es gab Bedenken, ob alle Veranstaltungen von der Zentralen Veranstaltungskoordination (ZVK) betreut werden. Die Partei wies zudem auf Probleme mit fehlenden Fahrradumleitungen während großer Veranstaltungen hin.

Die Grünen beantragten offiziell eine Liste der Altstadt-Veranstaltungen des vergangenen Jahres und fragten nach, bei welchen die ZVK eingebunden war. Als Beispiele nannten sie das Rheinfrühling-Fest, die Weinsalons und das Marktfrühstück, bei denen keine Radwegeumleitungen eingerichtet worden waren.

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Die Stadtverwaltung erklärte, dass große Veranstaltungen wie der Weihnachtsmarkt, das Johannisnacht-Fest und das Rheinfrühling-Fest tatsächlich über die ZVK koordiniert worden seien. Allerdings argumentierte der stellvertretende Oberbürgermeister Karsten Lange (CDU), eine vollständige Aufschlüsselung aller Veranstaltungen würde einen „unverhältnismäßigen Verwaltungsaufwand“ bedeuten. Eine zentrale Dokumentation existiere nicht, da jede Veranstaltung individuell bearbeitet werde.

Die Aufgabe der ZVK besteht darin, Veranstalter mit den zuständigen Fachämtern zu vernetzen und zwischen ihnen und den Behörden zu vermitteln. Technische Entscheidungen, die in den Verantwortungsbereich anderer Ämter fallen, trifft die ZVK jedoch nicht. Zudem klärte die Verwaltung auf, dass die Planung von Fahrradumleitungen nicht zum Aufgabenbereich der ZVK gehöre.

Die Stadt bestätigte zwar die Einbindung der ZVK bei zentralen Veranstaltungen, hält eine umfassende Auflistung aller Fälle aber für nicht umsetzbar. Die Bedenken der Grünen zu Transparenz und Radverkehr bleiben damit ungelöst. Die Haltung der Verwaltung lässt die Prozesse der Veranstaltungskoordination weiterhin diskussionswürdig.

Quelle