Grüne starten Kampagne: "Frauen stärken, statt sie zu belasten" – und fordern radikale Reformen
Christina SorgatzGrüne starten Kampagne: "Frauen stärken, statt sie zu belasten" – und fordern radikale Reformen
Die Grünen haben eine Kampagne unter dem Titel „Frauen stärken, statt sie zu belasten“ gestartet und fordern damit umfassende Reformen zur Unterstützung von Frauen in ganz Deutschland. Die Parteivorsitzende Franziska Brantner treibt die Initiative voran und warnt, dass die aktuelle Regierungspolitik immer mehr Frauen in Teilzeitarbeit und finanzielle Not dränge.
Die Grünen kritisieren scharf jüngste Regierungsentscheidungen, darunter Kürzungen beim Unterhaltsvorschuss sowie Verzögerungen beim Ausbau der Ganztagsbetreuung in Schulen. Diese Maßnahmen belasteten ihrer Ansicht nach Alleinerziehende und einkommensschwache Familien besonders hart.
Zu ihren Forderungen gehören ein verlässliches System für Unterhaltsvorschusszahlungen, die Abschaffung der Honorarkürzungen für Psychotherapeut:innen sowie mehr Therapieplätze. Zudem soll sichergestellt werden, dass einkommensschwache Eltern mit kleinen Kindern und unbezahlt Pflegende weiterhin Anspruch auf beitragsfreie Krankenversicherung haben.
Um diese Vorhaben zu finanzieren, schlagen die Grünen ein solidarisches Gesundheitssystem vor, das von Beamt:innen, Selbstständigen und Besserverdiener:innen mitgetragen wird. Nicht versicherungsbasierte Leistungen sollen steuerfinanziert werden. Darüber hinaus fordern sie verbindliche Lohntransparenz und schärfere Sanktionen bei Lohnungleichheit, um die Gehaltslücke zwischen den Geschlechtern zu schließen.
Die Partei setzt sich außerdem für eine flächendeckende Ganztagsbetreuung ein, die durch Bundesmittel unterstützt wird, um Kommunen zu entlasten. Weitere zentrale Punkte sind verlässliche Kinderbetreuung, eine Reform des Ehegattensplittings sowie eine beitragsfreie Familienmitversicherung.
Mit ihren Plänen wollen die Grünen strukturelle Ungleichheiten abbauen, indem sie finanzielle Sicherheit, Zugang zu Gesundheitsversorgung und Betreuungsangebote verbessern. Würden die Reformen umgesetzt, verschöbe sich die Kostenlast von benachteiligten Familien hin zu Besserverdiener:innen und öffentlicher Finanzierung.






