Guram Gvasalias Vetements-Comeback setzt auf Alltagsmode und Genderfluid-Looks
Stefan TrubinGuram Gvasalias Vetements-Comeback setzt auf Alltagsmode und Genderfluid-Looks
Guram Gvasalia präsentierte seine erste Vetements-Kollektion im Rahmen der Pariser Herrenmodewoche. Die Show fand unter dem Novotel Paris Centre Tour Eiffel statt – obwohl die Einladungen die Adresse des Hotels oberirdisch angaben. Unter den Gästen waren North West, Maluma, Anyma und Olivia Palermo, doch die Veranstaltung begann mit 45 Minuten Verspätung.
Der Designer wollte Vetements zu seinen ursprünglichen Werten zurückführen. Statt auf rote-Teppich-Looks setzte er auf Alltagskleidung: Jeans, gestreifte Hemden, Jacken, Trenchcoats, Lederhosen und Bleistiftröcke dominierten die Kollektion. Einige Stücke waren multifunktional, etwa reversible Harrington-Jacken und Trenchcoats mit kariertem Futter.
Gvasalia legte zudem einen besonderen Fokus auf Damenmode und kleidete die weiblichen Models in Herrenstyles. Alek Wek, Sasha Pivovarova und Sharon Stone liefen über den Laufsteg – Stones weißes Kleid erinnerte dabei an ihren Auftritt beim Gucci-Debüt von Demna. Ein verspieltes Detail: Auf einigen Kleidungsstücken prangte das Etikett „Clothing“ statt „Vetements“.
Nach der Show zeigte sich Gvasalia unbeeindruckt von den Reaktionen. Auf die Resonanz auf die Kollektion reagierte er lässig mit: „Wer es checkt, der checkt’s.“
Die Kollektion markierte eine Rückkehr zu praktischer, tragbarer Mode. Schlichte Designs und subtile Akzente unterstrichen die Identität von Vetements. Gvasalias Ansatz betonte Vielseitigkeit und einen zurückhaltenden Stil für den Alltag.
