Hagenbad verschärft Sicherheitsregeln nach tödlichen Ertrinkungsunfällen in Schwimmbädern
Stefan TrubinHagenbad verschärft Sicherheitsregeln nach tödlichen Ertrinkungsunfällen in Schwimmbädern
Hagenbad GmbH führt neue Sicherheitsmaßnahmen ein, um Ertrinkungsunfälle in ihren Schwimmbädern zu verringern. Die Initiative folgt zwei tragischen Vorfällen mit kleinen Kindern im Westfalenbad in den vergangenen zwei Jahren. Ab dem 1. April gelten strengere Zugangsregeln für Familien.
Nach den aktualisierten Vorschriften müssen Kinder unter zehn Jahren von einer mindestens 16-jährigen Aufsichtsperson begleitet werden. Jede erwachsene Person darf dabei höchstens zwei Kinder unter zehn Jahren gleichzeitig beaufsichtigen. Für Jugendliche zwischen zehn und 14 Jahren wird ein Bronze-Schwimmabzeichen Pflicht, um ohne Begleitung ins Bad zu dürfen.
Das Westfalenbad erweitert zudem sein Kursangebot: Zwölf Wassergewöhnungskurse für Kleinkinder sowie 35 Anfänger- und Silber-Abzeichen-Kurse sollen die Wassersicherheit und das Selbstvertrauen junger Schwimmer stärken.
Zur Umsetzung der neuen Regeln werden Mitarbeiter stichprobenartige Kontrollen durchführen. Darüber hinaus plant die Hagenbad GmbH thematische Sicherheitstage, um Familien über Gefahren im Schwimmbad und richtiges Verhalten in Notfällen aufzuklären. Die Kampagne startet offiziell am Mittwoch.
Hintergrund der Maßnahmen sind zwei Ertrinkungsunfälle im Westfalenbad – ein fünfjähriges Mädchen und ein siebenjähriger Junge – innerhalb der letzten zwei Jahre. Mit verschärften Aufsichtsregeln und einem erweiterten Schwimmunterricht will der Betreiber künftige Tragödien verhindern. Die neuen Bestimmungen gelten ab dem 1. April sowohl für das Westfalenbad als auch für die Freibäder in Hagen.






