Halle (Saale) prüft Brückensicherheit nach Dresdner Einsturz dringend nach
Franz-Peter SchachtHalle (Saale) prüft Brückensicherheit nach Dresdner Einsturz dringend nach
Halle (Saale) prüft Sicherheit seiner Spannbetonbrücken und -überführungen
Die Stadt hat nach dem Einsturz der Dresdner Carola-Brücke die Inspektionen beschleunigt. Besonders im Fokus stehen mehrere Bauwerke, darunter die Hochstraße am Franckeplatz und die Brücken am Riebeckplatz.
Die beiden Hochstraßenbrücken am Riebeckplatz sollen bis 2029 abgerissen werden. Ihre Nutzungsdauer ist abgelaufen, und das Gelände ist für das geplante „Zukunftszentrum für Deutsche Einheit und Europäische Transformation“ vorgesehen – ein Projekt mit einem Investitionsvolumen von mehreren Millionen Euro.
Die Brücken über Saale und Elisabethsaale werden dagegen keine grundlegenden konstruktiven Änderungen erfahren. Die Verantwortlichen planen, sie bei Bedarf durch baugleiche Konstruktionen zu ersetzen. Vorerst bleibt eine kontinuierliche Überwachung die Hauptstrategie, da Schäden an Spannbeton oft verdeckt verlaufen und sich erst durch Risse an der Oberfläche zeigen.
Die Überführung am Franckeplatz gilt aktuell als statisch sicher. René Rebenstorf, Halles Leiter für Stadtentwicklung, betonte, dass von ihr keine akute Gefahr ausgehe. Dennoch müsse in den kommenden Jahren eine langfristige Lösung für die Trasse erarbeitet werden.
Für die eigenen Bauwerke in Halle wurden Sonderprüfungen angeordnet. Während die Riebeckplatz-Brücken neuen Projekten weichen sollen, werden andere Querungen altersbedingt ersetzt. Die Stadt bewertet die Risiken weiter, doch am Franckeplatz besteht derzeit kein akuter Handlungsbedarf.






