29 March 2026, 16:34

Heino gibt Solidaritätskonzert für entlassenen Feuerwehrmann nach Hymnen-Streit

Eine Gruppe von Menschen, die auf dem Boden vor einer Menge mit Fahnen und Spruchbändern sitzen, mit einer Person, die in ein Mikrofon spricht, einer Statue und Gebäuden im Hintergrund während einer Anti-Schwulen-Demo in Berlin.

Heino gibt Solidaritätskonzert für entlassenen Feuerwehrmann nach Hymnen-Streit

Solidaritätskonzert von Heino sorgt für Aufsehen nach Entlassung eines Feuerwehrmanns wegen Nationalhymne

Ein Solidaritätskonzert des deutschen Sängers Heino hat für Schlagzeilen gesorgt, nachdem ein Feuerwehrmann seinen Posten verlor, weil er die vollständige Version der Nationalhymne gespielt hatte. Bei der Veranstaltung in Bad Belzig versammelten sich rund 800 Besucher, darunter viele Feuerwehrleute, die Richard Mänder unterstützen wollten. Dieser war von seiner Funktion als Schiedsrichter bei einer Feuerwehrmeisterschaft nach dem Vorfall enthoben worden.

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Mänder hatte während des Wettbewerbs Heinos Aufnahme des Deutschlandlieds aus den 1970er-Jahren – inklusive aller drei Strophen – abgespielt. Dies löste Kritik aus und führte zu seinem Ausschluss von den Jury-Aufgaben. Der Vorfall nahm seinen Lauf, als Mänder, ein Feuerwehrmann aus Bad Belzig, bei der Feuerwehrmeisterschaft Heinos Version der deutschen Nationalhymne abspielte. Besonders die erste Strophe, die historisch mit der NS-Zeit verbunden wird, führte zu seiner Entlassung aus allen Schiedsrichterrollen. Der Deutsche Feuerwehrverband bestätigte die Entscheidung, obwohl Mänder betonte, er stehe nicht rechts und bedauere das Missverständnis.

Heino, bekannt für seine patriotischen Lieder, kritisierte öffentlich die Behandlung Mänders. Sein Manager, Helmut Werner, wies Vorwürfe zurück, der Sänger vertrete rechtsextreme Ansichten. Werner erklärte, das Konzert solle Mänder eine zweite Chance geben und Solidarität zeigen.

Bei der Veranstaltung in Bad Belzig präsentierte Heino Klassiker wie Schwarzbraun ist die Haselnuss und Ostdeutschland, Ostdeutschland. Unter den Gästen waren Feuerwehrleute aus Sachsen und Thüringen, viele in Uniform als Zeichen der Unterstützung. Mänder äußerte zwar Bedauern, bestand aber darauf, nicht allein für die Kontroverse verantwortlich gemacht zu werden.

Das Konzert lenkte die Aufmerksamkeit auf die anhaltende Debatte über den Umgang mit der Nationalhymne bei öffentlichen Anlässen. Mänder bleibt weiterhin von Schiedsrichteraufgaben ausgeschlossen, während Heinos Auftritt die Unterstützung aus Teilen der Feuerwehrgemeinschaft unterstrich. Eine offizielle Stellungnahme der Bundesregierung zu den Hymnen-Regelungen bei künftigen Veranstaltungen wie dem Feuerweitsportfest 2025 in Torgau steht noch aus.

Quelle