IG-BCE-Chef fordert höhere Steuern für Superreiche und Erbschaften
Michael Vassiliadis, Vorsitzender der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE), hat eine Reihe von Steuerreformen vorgeschlagen, die sich gezielt an die Vermögendsten in Deutschland richten. Seine Vorschläge umfassen höhere Erbschaftssteuern, eine neue Vermögensabgabe sowie Anpassungen bei den Einkommensteuersätzen. Ziel ist es, öffentliche Infrastruktur und Verteidigung zu finanzieren und gleichzeitig Steuervermeidung einzudämmen.
Vassiliadis schlägt vor, den Spitzensteuersatz um zwei bis drei Prozentpunkte für Einkommen über 100.000 Euro anzuheben. Zudem regt er an, die Grenze für diesen höheren Satz auf etwa das gleiche Niveau festzulegen. Dadurch würden zwar mehr Menschen den Spitzensteuersatz zahlen, aber nur diejenigen mit beträchtlichen Einkommen.
Er fordert schärfere Erbschaftssteuern auf große Vermögen. Seiner Meinung nach würde dies helfen, Steuerumgehungen durch die Superreichen zu verhindern. Ein weiterer Vorschlag ist eine Vermögenssteuer für Personen mit Einkünften über 200.000 Euro, um sicherzustellen, dass die Ultravermögenden stärker zu den öffentlichen Finanzen beitragen.
Der Gewerkschaftschef argumentiert, dass die Reichsten in Deutschland von einer starken Infrastruktur und Sicherheit profitieren. Um diese zu finanzieren, schlägt er eine zusätzliche Abgabe für die Wohlhabendsten vor. Allerdings räumt er Bedenken von Wirtschaftsverbänden ein, insbesondere bei der Besteuerung von Betriebsvermögen, und zeigt sich in diesem Punkt kompromissbereit.
Sollten diese Steueränderungen umgesetzt werden, würden sie die Einnahmen für öffentliche Dienstleistungen und die Verteidigung erhöhen. Die Reformen zielen auf Spitzenverdiener und große Erbschaften ab, mit dem Ziel, Schlupflöcher zu schließen und die Steuerlast gerechter zu verteilen. Vassiliadis’ Vorschläge warten nun auf weitere Debatten unter Politikern und Wirtschaftsführern.






