28 June 2026, 16:25

Junge Union fordert radikale Steuerreform – oder gar keine

JU fordert Steuerentlastung von über 20 Milliarden Euro

Junge Union fordert radikale Steuerreform – oder gar keine

Johannes Winkel, Vorsitzender der Jungen Union, hat die Bundesregierung aufgefordert, entweder eine grundlegende Steuerreform anzugehen oder das Vorhaben ganz aufzugeben. Seine Haltung steht im Kontrast zum Wirtschaftsflügel seiner Partei, der klare Grenzen für die geplanten Änderungen gesetzt hat.

Winkel lehnt es ab, für die geplante Steuerreform rote Linien zu ziehen. Stattdessen plädiert er für einen mutigen Ansatz nach der Sommerpause – und nicht für einen überstürzten Kompromiss davor. Er erwartet gleiche Wettbewerbsbedingungen für alle Branchen, nicht nur für diejenigen, die von der SPD oder seiner eigenen Partei, der Union, bevorzugt werden.

Als Vorbild nennt er einen Reformvorschlag von Yannick Bury und Florian Dorn aus dem April. Dessen Plan zielte darauf ab, die Steuerlast spürbar zu senken und staatliche Subventionen schrittweise abzubauen. Winkel befürwortet eine einheitliche Kürzung aller Subventionen, statt gezielt einzelne Branchen zu fördern.

Seinem Verständnis nach sollte eine sinnvolle Steuerreform Entlastungen von mehr als 20 Milliarden Euro umfassen. Zudem sieht er in der jüngsten Rentenkommission ein Vorbild für die Einkommensteuerreform, bei der Politiker parteiübergreifende Lösungen fanden. Winkel fordert die Verantwortlichen auf, bei der Ausgestaltung der Reformen Ehrgeiz vor Pragmatismus zu stellen.

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Winkels Position deutet auf einen Vorstoß für umfassende Veränderungen hin, statt auf Stückwerk. Sein Appell nach Einheitlichkeit und großem Maßstab setzt der Steuerreform der Regierung eine hohe Messlatte. Die Debatte innerhalb seiner Partei und darüber hinaus wird in den kommenden Monaten voraussichtlich an Schärfe gewinnen.

Quelle