Kampagne für Frauentag als Feiertag in Niedersachsen gewinnt an Fahrt
Claire MühleKampagne für Frauentag als Feiertag in Niedersachsen gewinnt an Fahrt
Eine Kampagne setzt sich dafür ein, den 8. März, den Internationalen Frauentag, in Niedersachsen zu einem offiziellen Feiertag zu erklären. Das Bundesland hat derzeit die wenigsten gesetzlichen Feiertage in Deutschland – nur zehn pro Jahr. Die Unterstützer haben bereits über 5.000 Unterschriften für den Vorschlag gesammelt.
Die Initiative wurde von einem Bündnis aus dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB), der Gewerkschaft Verdi und dem Landesfrauenrat ins Leben gerufen. Geplant sind Gespräche mit Abgeordneten und der Öffentlichkeit; zudem wird die Gruppe während der nächsten Plenarsitzung am Mittwoch vor dem niedersächsischen Landtag präsent sein.
Der Petitionsausschuss hat die Angelegenheit an das Parlament weitergeleitet. Dieses bat daraufhin das Innenministerium, die Idee zu prüfen. Das Ministerium führte seitdem Gespräche mit den Initiatoren sowie mit verschiedenen Verbänden und Gewerkschaften.
Damit der Feiertag Gesetz wird, muss ein offizieller Antrag von einer Fraktion eingebracht werden. Einige Wirtschaftsverbände äußerten zwar Bedenken wegen möglicher wirtschaftlicher Folgen, doch Studien zeigen, dass die Einführung zusätzlicher Feiertage in der Vergangenheit keine negativen Auswirkungen hatte.
Über den Vorschlag wird in dieser Woche während der Plenarsitzung debattiert. Bei einer Zustimmung wäre dies ein Novum für Niedersachsen, das derzeit die wenigsten Feiertage aller deutschen Bundesländer hat. Das weitere Vorgehen hängt von politischer Unterstützung und den formalen Verfahren ab.
