14 April 2026, 04:32

Kik setzt auf neuen Chef: Ulrich Hanfeld übernimmt in turbulenter Phase

Innenansicht eines Einkaufszentrums mit Menschen, Geschäften, Infotafeln mit der Aufschrift "Herzlich willkommen", Beleuchtung, Geländern und einem Topf mit einer Pflanze am Boden.

Kik setzt auf neuen Chef: Ulrich Hanfeld übernimmt in turbulenter Phase

Der Textil-discounter Kik hat Ulrich Hanfeld zum neuen Vorstandsvorsitzenden ernannt, der sein Amt im Juni antreten wird. Die Personalie folgt auf monatelange Führungswechsel und einen umfassenden Restrukturierungsplan. Bis Ende 2026 wird das Unternehmen 300 Filialen in Europa schließen, darunter 135 allein in Deutschland.

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Hanfeld bringt langjährige Erfahrung im Einzelhandel mit. Vor seinem Wechsel zu Kik leitete er über sechs Jahre lang NKD, einen direkten Konkurrenten. Zuvor hatte er fast ein Jahrzehnt bei der japanischen Tochter des Otto-Konzerns in Tokio gearbeitet.

Das Unternehmen war in jüngster Zeit von Instabilität in der Führungsetage geprägt. Patrick Zahn verließ im September 2025 den Posten des Vorstandsvorsitzenden nach Differenzen mit dem Eigentümer Tengelmann. Bereits zuvor hatten Finanzvorstand Rüdiger Hartmann und Betriebsleiter Dirk Ankenbrand das Unternehmen verlassen. Christian Kümmer, ehemaliger Chef von Fressnapf, übernahm interimistisch die Geschäftsführung, bis Hanfelds Ernennung feststand.

Branchenkenner beschreiben Hanfeld als versierten Verkäufer, aber nicht als Spezialisten für die Sanierung von Krisenunternehmen. Unterdessen wies Tengelmann-Managerin Jela Götting Spekulationen über einen bevorstehenden Verkauf von Kik zurück.

Im Rahmen der Umstrukturierung wird Kik sein Filialnetz um 225 Standorte verkleinern, wobei in Deutschland 2.200 Arbeitsplätze betroffen sein werden. Hanfeld übernimmt nun die Führung in einer Phase, die von Filialschließungen und Führungswechseln geprägt ist. In den kommenden Monaten wird sich zeigen, ob sich seine Erfahrung im Einzelhandel als Erfolg erweist.

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