Koblenz beschließt Haushalt 2024 mit Investitionen und Gebührenanpassungen
Claire MühleKoblenz beschließt Haushalt 2024 mit Investitionen und Gebührenanpassungen
Der Stadtrat von Koblenz hat den Haushalt für 2024 verabschiedet und dabei einen kleinen Überschuss von rund 658.000 Euro erwirtschaftet. Der Finanzplan sieht zudem umfangreiche Investitionen, eine neue Führung im Bauamt sowie erstmals seit über einem Jahrzehnt Anpassungen bei den Kita-Gebühren vor.
Der Haushalt wurde mit breiter Zustimmung beschlossen und bestätigt ein voraussichtliches Eigenkapital von 653 Millionen Euro bis Ende 2023. Für anstehende Projekte, darunter die 14,79 Millionen Euro teure Neugestaltung der Südallee, muss die Stadt jedoch Kredite in Höhe von über 96 Millionen Euro aufnehmen. Zusätzlich wurden 1,56 Millionen Euro für unerwartete Mehrkosten bei diesem Vorhaben bereitgestellt.
Auch in der Verwaltung steht ein Wechsel bevor: Bert Flöck, der aktuelle Leiter des Bauamts, scheidet zum 30. April 2024 aus seinem Amt aus. Sein Nachfolger, Dr. Andreas Lukas, wurde mit 33 Stimmen zum neuen Baudirektor gewählt.
Für die Bürgerinnen und Bürger ändert sich zudem der Alltag: Die Gebühren für die Kinderbetreuung steigen – je nach Einkommen – um 2 bis 5,5 Prozent. Damit gibt es erstmals seit 2011 eine Erhöhung. Zudem muss der kommunale Servicebetrieb seine Straßenreinigungsregeln anpassen, nachdem es kürzlich Umstufungen und Umbenennungen von Straßen gab.
Noch in diesem Jahr wird die Stadt den KoblenzPass einführen, eine neue App für Bürgerinnen und Bürger, die staatliche Leistungen beziehen. Das digitale Angebot soll im zweiten Quartal 2024 starten.
Der beschlossene Haushalt sichert die Finanzierung wichtiger Vorhaben und führt moderate Gebührenanpassungen ein. Mit neuer Führung im Bauamt und dem geplanten KoblenzPass bereitet sich die Stadt in den kommenden Monaten auf finanzielle und verwaltungstechnische Neuerungen vor.






