Koblenz kämpft mit Plakaten für mehr Sicherheit beim Überholen von Radfahrern
Stefan TrubinKoblenz kämpft mit Plakaten für mehr Sicherheit beim Überholen von Radfahrern
Koblenz startet Verkehrssicherheitskampagne für sicheres Überholen von Radfahrern
Ab dem 6. Februar 2024 erinnert Koblenz mit einer Verkehrssicherheitskampagne Autofahrer an die vorgeschriebenen Mindestabstände beim Überholen von Radfahrern. Ziel der Initiative ist es, Unfälle zu verringern und mehr Menschen zum Radfahren in der Stadt zu motivieren.
Im Rahmen der Aktion werden an zehn zentralen Standorten in Koblenz großformatige Plakate aufgestellt. Im Frühjahr 2024 wird die Kampagne wiederholt, um die Botschaft zu verstärken. Zudem stehen Flyer mit den wichtigsten Regeln für Autofahrer und Radfahrer zum Download bereit – erstellt vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) und der AGFK Thüringen – unter koblenz.de/radverkehr.
Nach deutscher Verkehrsregelung müssen Autofahrer innerorts beim Überholen von Radfahrern mindestens 1,5 Meter Abstand halten. Außerorts beträgt der Mindestabstand sogar 2 Meter. Bei Nichteinhaltung drohen Bußgelder von bis zu 80 Euro sowie ein Punkt in Flensburg.
Eine Studie des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) München ergab, dass 63 Prozent der Autofahrer Radfahrer zu knapp überholen – was das Unfallrisiko erhöht. Zu geringe Abstände können zu Kollisionen führen, etwa durch unachtsames Öffnen von Autotüren („Dooring“), und Radfahrer davon abhalten, bestimmte Strecken oder das Radfahren insgesamt zu meiden.
Die Kampagne ist Teil der umfassenden Bemühungen Koblenzs, die Radinfrastruktur sicherer auszubauen. Durch verbesserte Verkehrssicherheit soll das Radfahren für die Bürger attraktiver werden. Die Plakate und Flyer informieren über die gesetzlichen Vorgaben zu den Überholabständen. Die Stadt setzt damit ein klares Zeichen für mehr Sicherheit auf den Straßen – im Einklang mit dem Ziel, den Radverkehr in Koblenz weiter zu stärken. Bei Erfolg könnte die Kampagne zu weniger Unfällen und einer fahrradfreundlicheren Stadt führen.






