Koblenz: Mieten und Immobilienpreise klaffen immer weiter auseinander
Franz-Peter SchachtKoblenz: Mieten und Immobilienpreise klaffen immer weiter auseinander
Ein neuer Bericht der Sparkasse Koblenz zeigt die wachsenden Unterschiede auf dem Koblenzer Wohnungsmarkt auf. Die Mieten und Immobilienpreise variieren innerhalb der Stadt stark – während einige Stadtteile deutlich teurer sind, bleiben andere erschwinglich. Der Immobilienmarktbericht 2026 führt den Rückgang im Wohnungsbau als zentralen Grund für diese Entwicklung an.
Die durchschnittliche Kaltmiete in Koblenz liegt bei 10,35 Euro pro Quadratmeter. Doch die Spanne ist groß: Von 6,15 Euro/m² in Bubenheim bis zu 20,20 Euro/m² in anderen Teilen der Stadt. Kesselheim bewegt sich im Mittelfeld mit einer durchschnittlichen Miete von 9,10 Euro/m².
Auch bei den Hauspreisen zeigt sich ein ähnliches Bild. Der stadtweite Durchschnitt beträgt 366.850 Euro, doch die Preise reichen von 85.400 Euro bis zu über 1,08 Millionen Euro. Oberwerth zählt zu den teuersten Vierteln mit durchschnittlichen Hauspreisen von 511.200 Euro und Eigentumswohnungen zu 3.250 Euro/m². Dagegen sind Ehrenbreitstein und Niederberg mit durchschnittlich 229.000 Euro die günstigsten Stadtteile.
Die Preise für Eigentumswohnungen spiegeln die Kluft ebenfalls wider. Der durchschnittliche Kaufpreis pro Quadratmeter liegt bei 3.190 Euro, wobei die Spanne von 1.640 Euro bis 5.330 Euro reicht. In der Innenstadt – einschließlich Altstadt, Mitte und Südvorstadt – kosten Wohnungen im Schnitt 3.130 Euro/m². Besonders starke Steigerungen gab es in Lützel, Neuendorf und Wallersheim, wo die Preise um 8,3 Prozent stiegen.
Der stockende Wohnungsbau hat die Unterschiede zwischen den Koblenzer Stadtteilen weiter vertieft. Der Bericht unterstreicht einen zersplitterten Markt mit großen Preisspannen für Mieter und Käufer. Während einige Viertel noch bezahlbar sind, verlangen andere Spitzenpreise.






