Koblenz plant Übergangsschule in Goldgrube – Eltern protestieren mit Petition
Franz-Peter SchachtKoblenz plant Übergangsschule in Goldgrube – Eltern protestieren mit Petition
Der Stadtrat von Koblenz hat Pläne für eine neue Übergangsschule im Stadtteil Goldgrube genehmigt. Die am 28. Mai getroffene Entscheidung ist Teil eines 21,5-Millionen-Euro-Projekts, das dringende Sanierungsbedürfnisse am Max-von-Laue-Gymnasium angehen soll. Doch der Beschluss stößt auf Widerstand bei Eltern und Anwohnern – eine Online-Petition gegen das Vorhaben verzeichnet bereits über 1.000 Unterschriften.
Die Übergangsschule wird zunächst Schülerinnen und Schüler des Max-von-Laue-Gymnasiums aufnehmen, das bis 2028 wegen Sicherheitsmängeln geschlossen werden muss. Probleme beim Brandschutz, der Statik und der Akustik machen das bestehende Gebäude unbrauchbar. Sobald das Gymnasium umgezogen ist, soll die Interimslösung weitere große Schulrenovierungen in Koblenz unterstützen.
Für den Standort Goldgrube sprach, dass das Gelände der Stadt gehört, bereits beräumt ist und eine Bodenuntersuchung durchlaufen hat. Der Bau erfolgt in Modulbauweise, sodass die Schule bis zu 50 Jahre nutzbar bleibt. Parallel dazu wird das alte Gebäude der Pestalozzi-Grundschule für 750.000 Euro abgerissen; deren Schüler ziehen während der Arbeiten vorübergehend in eine Containerlösung um.
Die Kritik am Vorhaben wächst: Eltern und Anwohner befürchten mehr Verkehr, begrenzte Parkmöglichkeiten und mögliche Konflikte, wenn sich mehrere Schülergruppen den Raum teilen. Eine Online-Petition mit dem Titel „Keine Übergangsschule in Goldgrube auf Kosten unserer Kinder“ hatte bereits am 28. Mai um 15:48 Uhr über 1.000 Unterschriften gesammelt.
Trotz des lokalen Widerstands wird das Projekt vorangetrieben. Nach Fertigstellung dient die Übergangsschule als temporäre Lösung für mehrere sanierungsbedürftige Schulen. Langfristig plant die Stadt, die Einrichtung für zukünftige Bildungsbedarfe in Koblenz weiterzuverwenden.






