21 March 2026, 14:31

Landtagswahl in Rheinland-Pfalz: CDU und SPD liefern sich spannendes Duell bis zur letzten Minute

Deutsches Propagandaplakat für die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei, das zwei Männer auf einem Sofa zeigt, mit Text, der die Partei bewirbt.

Landtagswahl in Rheinland-Pfalz: CDU und SPD liefern sich spannendes Duell bis zur letzten Minute

Der Wahlkampf zur Landtagswahl in Rheinland-Pfalz hat sich vor der Abstimmung am Sonntag weiter zugespitzt. Bundeskanzler Friedrich Merz warb in Bad Dürkheim für den CDU-Kandidaten Gordon Schnieder und verband Lob mit humorvollen Tönen. Aktuelle Umfragen sehen die CDU mit nur zwei Prozentpunkten Vorsprung vor der SPD – ein Kopf-an-Kopf-Rennen in einer Region, die seit Langem von den Sozialdemokraten regiert wird.

Schnieder hat seine Kampagne auf Bildung, Sicherheit und wirtschaftliche Prioritäten konzentriert. Er versprach den Wählern mehr Lehrkräfte, höhere Gehälter für Pädagogen und einen Ausbau der Polizei. Kostenlose Lernmaterialien, Personalzuschüsse und Sprachförderprogramme, die die CDU bereits unterstützt, sollen die Schulen stärken. In der Klimapolitik betonte er wirtschaftliche Stabilität statt rascher grüner Maßnahmen, hält aber am Ziel der Klimaneutralität bis 2040 fest.

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Bei seiner Abschlusskundgebung kritisierte Schnieder die Handhabung von Beamtenurlaub durch die SPD-geführte Landesregierung und forderte mehr Transparenz. Zugleich versicherte er der Menge: "Auf mich könnt ihr euch verlassen" – ein klares Signal für seine Schwerpunkte Innere Sicherheit und Rechtsdurchsetzung. Merz lockerte die Stimmung unterdessen mit einem scherzhaften Verweis auf Donald Trump auf, signalisierte aber auch Offenheit für eine Koalition mit der SPD – eine Zusammenarbeit mit der rechtspopulistischen AfD schloss er hingegen kategorisch aus.

Die SPD hielt ihre letzte Großveranstaltung in Landau ab, wo Spitzenkandidat Alexander Schweitzer für eine fünfte Amtszeit warb. An seiner Seite standen die früheren Ministerpräsidenten Malu Dreyer, Kurt Beck und Rudolf Scharping, die den direkten Austausch mit den Bürgern betonten. Schweitzer skizzierte seine Vision eines modernen Rheinland-Pfalz und rief die Wähler auf, seine Politik gegen den Herausforderer CDU zu unterstützen.

Mit 29 Prozent für die CDU und 27 Prozent für die SPD in den jüngsten Umfragen gilt eine Koalition der beiden Parteien weiterhin als wahrscheinlichstes Szenario. Während Schnieder mit konkreten Versprechen wie Bildungsinvestitionen und Polizeiaufstockung punktet, setzt Schweitzers SPD auf die Verteidigung ihrer langjährigen Bilanz. Die Wahl wird zeigen, ob das Land einen Kurswechsel vollzieht oder weiter unter sozialdemokratischer Führung bleibt.

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