Mainz drohen drastische Mietsteigerungen: 866 Sozialwohnungen verlieren Preisbindung bis 2027
Franz-Peter SchachtMainz drohen drastische Mietsteigerungen: 866 Sozialwohnungen verlieren Preisbindung bis 2027
Hunderte geförderte Wohnungen in Mainz verlieren in den nächsten drei Jahren ihre Mietpreisbremse
Bis Ende 2026 laufen die aktuellen Regelungen für Hundertschaft geförderte Wohnungen in Mainz aus. Damit können Vermieter die Mieten nach Ablauf der bestehenden Vorschriften innerhalb der gesetzlichen Grenzen anpassen. Mieter müssen zwar über anstehende Erhöhungen informiert werden, doch die Stadtverwaltung hat keine direkte Möglichkeit, in diese Anpassungen einzugreifen.
Um bezahlbaren Wohnraum zu erhalten, arbeitet das Mainzer Wohnungsförderungsamt mit Wohnungsanbietern zusammen. Es wirbt für die Teilnahme an landesgeförderten Programmen, etwa den Erwerb von Belegungsrechten oder die Inanspruchnahme von Modernisierungsmitteln. Diese freiwilligen Modelle könnten die Mietpreisbremse über 2027 hinaus verlängern – die genauen Kriterien für eine Teilnahme stehen jedoch noch nicht fest.
Größere Wohnungsunternehmen in der Stadt sind über diese Optionen bereits informiert. Bisher gibt es jedoch keine konkreten Angaben dazu, wie viele Wohnungen möglicherweise infrage kommen oder welche Schritte Vermieter unternehmen müssen, um die bisherigen Schutzmaßnahmen aufrechtzuerhalten.
Insgesamt verlieren bis 2027 866 geförderte Wohnungen ihre Mietpreisbindung. Ohne weitere Maßnahmen unterliegen sie dann den freien Marktbedingungen – was für Mieter höhere Kosten bedeuten könnte.
Von der Aufhebung der Mietpreisbremse sind fast 900 Wohnungen in verschiedenen Stadtteilen betroffen. Vermieter dürfen die Mieten künftig innerhalb der gesetzlichen Grenzen erhöhen, sofern sie sich nicht an staatlich geförderten Programmen beteiligen. Die Stadt setzt weiterhin auf freiwillige Teilnahme, um starke Mietsteigerungen zu verhindern.






