Mainzer Schülerverkehrspass bleibt bis 2026 günstig – doch dann?
Christina SorgatzMainzer Schülerverkehrspass bleibt bis 2026 günstig – doch dann?
Der bezuschusste Schülerverkehrspass in Mainz bleibt bis Ende 2026 erhalten. Eine in letzter Minute erzielte Einigung zwischen der Stadt, den Mainzer Stadtwerken (MSW) und der Mainzer Verkehrsgesellschaft (MVG) hat die Kosten für Familien niedrig gehalten. Ohne diese Vereinbarung hätten sich die monatlichen Buspreise für rund 3.500 Haushalte verdoppelt.
Das vergünstigte Ticket gilt für Schülerinnen und Schüler, die innerhalb eines Radius von vier Kilometern um ihre Schule wohnen, aber dennoch auf Busse angewiesen sind. Die jährlichen Kosten bleiben bei 365 Euro, die monatliche Rate ist bis Ende 2026 auf 31 Euro festgeschrieben. Unklar ist jedoch, wie es mit dem Pass nach diesem Zeitpunkt weitergeht – dies hängt von weiteren Verhandlungen zwischen der Stadt und dem Land ab.
Die Finanzierungskrise begann, als die rheinland-pfälzische "Kenia-Koalition" (SPD-Grüne-FDP) während der Haushaltsberatungen die Unterstützung strich. Die SPD schlug später vor, zusätzliche Einnahmen aus höheren Anwohnerparkgebühren zu nutzen, um bezahlbare Verkehrsangebote wie das Schülerticket mitzufinanzieren.
Der bildungspolitische Sprecher der Grünen, Gunther Heinisch, fordert eine dauerhafte Lösung auf Landesebene. Er schlägt ein kostenloses Ticket für alle Schülerinnen und Schüler vor – unabhängig von der Entfernung zur Schule –, um die finanzielle Belastung der Kommunen zu verringern.
Vorerst sichert die Einigung stabile Preise bis 2026. Langfristig wird die weitere Finanzierung jedoch eine Zusammenarbeit zwischen Mainz und der Landesregierung erfordern. Das Ergebnis wird entscheiden, ob Familien auch darüber hinaus von dem aktuellen Rabattsystem profitieren können.






