08 June 2026, 14:33

Margit Theis-Scholz prägte Koblenz mit Bildung und Kultur für die Zukunft

Dr. Margit Theis-Scholz sagt 'Adieu' nach acht Jahren als Bildungsdirektorin

Margit Theis-Scholz prägte Koblenz mit Bildung und Kultur für die Zukunft

Margit Theis-Scholz, eine gebürtige Koblenzerin und lebenslange Pädagogin, übernahm im Dezember 2015 die Leitung der städtischen Kultur- und Bildungspolitik. Fast sieben Jahre lang prägte sie das Schulwesen, förderte Künstlerinnen und Künstler und initiierte Projekte, die Geschichte mit Innovation verbanden. Ihre Arbeit hinterließ deutliche Spuren in der kulturellen Landschaft der Stadt.

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Geboren am 8. Februar 1958 in Koblenz, begann Theis-Scholz ihre Laufbahn im Bildungsbereich 2002 als Schulleiterin der Diesterweg-Schule, ein Amt, das sie bis 2010 innehatte. Dort setzte sie sich für verlängerte Lernzeiten ein und legte den Grundstein für das später stadtweit eingeführte Ganztagsschulmodell.

Als Dezernentin für Bildung und Kultur machte sie die Modernisierung der Grundschulen zu einer Priorität. Unter ihrer Führung wurde Koblenz für seine zukunftsweisenden Schulgebäude bekannt, die mit Tablets, interaktiven Whiteboards und digitalen Anzeigen ausgestattet waren. Diese Maßnahmen sollten Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte auf eine zunehmend digitalisierte Welt vorbereiten.

Ihre kulturellen Initiativen lagen der Zugänglichkeit und dem Dialog zugrunde. Mit dem „Kulturfrühstück“ und den „Kultursprechstunden“ schuf sie direkte Austauschmöglichkeiten für Künstlerinnen, Künstler und Bürgerinnen und Bürger, um Ideen und Herausforderungen zu besprechen. Als die COVID-19-Lockdowns die Stadt trafen, organisierte sie Festivals und startete das Kulturhaus Koblenz, eine digitale Plattform, um das kulturelle Leben auch während der Einschränkungen am Laufen zu halten.

Eines ihrer symbolträchtigsten Projekte war die Koblenzer Friedensglocke, gefertigt aus wiederverwertetem Material aus Kriegszeiten. Die Glocke steht als Mahnmal für Versöhnung und das friedenspolitische Engagement der Stadt. Noch vor ihrem Ausscheiden aus dem Amt begleitete sie zudem die Vorbereitungen für die #bugauni2029-Zeitkapseln, ein Projekt, das von ihrem Nachfolger Ingo Schneider vollendet werden soll.

Während ihrer Amtszeit passten sich Koblenzer Schulen und Kultureinrichtungen den neuen Anforderungen an: Digitale Werkzeuge wurden im Unterricht zum Standard, Künstlerinnen und Künstler erhielten Unterstützung in Krisenzeiten, und der öffentliche Raum bereicherte sich um bedeutungstragende Symbole wie die Friedensglocke. Theis-Scholz’ Initiativen werden auch in den kommenden Jahren den bildungs- und kulturpolitischen Kurs der Stadt prägen.

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