Marzahn Pride Week startet mit Demonstrationszug trotz rechtsextremer Bedrohungen
Claire MühleMarzahn Pride Week startet mit Demonstrationszug trotz rechtsextremer Bedrohungen
Marzahn Pride Week feiert siebte Auflage mit Events und Demonstrationszug am Samstag
Die Marzahn Pride Week geht in ihre siebte Runde und gipfelt an diesem Samstag in einem Demonstrationszug. Der von Quarteera e.V. organisierte Umzug startet um 12 Uhr an der Allee der Kosmonauten und wird mit Reden lokaler Persönlichkeiten begleitet. Trotz fehlender bestätigter extremistischer Vorfälle in diesem Jahr bleiben die Sorgen vor rechtsextremen Bedrohungen groß.
Im vergangenen Jahr hatten rechtsextreme Gruppen fast die Hälfte aller Pride-Veranstaltungen in Deutschland gestört. Auch in Marzahn gab es 2023 Drohungen durch die neonazistische Gruppierung Deutsche Jugend Voran (DJV) während der Feierlichkeiten. Vanessa Krah, die Queer-Beauftragte des Bezirks, warnt vor falscher Sicherheit: Rechtsextreme Propaganda sei weiterhin präsent, zudem nehme die Zahl körperlicher Angriffe in der Gegend zu.
Marzahn ist Heimat vieler Menschen mit Migrationshintergrund, was marginalisierte Gemeinschaften besonders verletzlich macht. Quarteera e.V., der Veranstalter, setzt sich speziell für queere Menschen aus Osteuropa, Zentralasien und dem Kaukasus ein. Nach dem Umzug folgt ab 14:30 Uhr ein Nachbarschaftsfest mit Konzerten, DJs und Streetfood.
Eröffnet wird die Veranstaltung mit Grußworten von Vanessa Krah und Gordon Lemm. Zwar gibt es 2024 bisher keine Hinweise auf rechtsextreme Mobilisierungen, doch bleiben Organisator:innen und lokale Behörden wachsam. Das Fest und der Marsch sollen queere Sichtbarkeit feiern – und gleichzeitig auf die anhaltenden Sicherheitsbedenken aufmerksam machen.






