07 June 2026, 06:28

Mönchengladbach verdreifacht Wohnungsbau – trotz NRW-Rekordtief bei Neubauten

Wohnungsbau in NRW bricht ein    Moenchengladbach baut mehr Wohnungen

Mönchengladbach verdreifacht Wohnungsbau – trotz NRW-Rekordtief bei Neubauten

Mönchengladbach verzeichnet einen deutlichen Anstieg beim Wohnungsbau und setzt sich damit vom allgemeinen Rückgang in Nordrhein-Westfalen ab. Während das Bundesland die niedrigste Zahl an Neubauten seit 14 Jahren meldete, hat die Stadt ihre Fertigstellungen 2025 fast verdreifacht. Eine Kombination aus erhöhten Fördermitteln und mehr Baugenehmigungen hebt sie vom Landestrend ab.

2025 wurden in Nordrhein-Westfalen insgesamt 37.185 Wohnungen fertiggestellt – ein Rückgang um 9,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Bauquote sank auf 19,8 Wohnungen pro 10.000 Einwohner und erreichte damit den niedrigsten Stand seit 2011. Steigende Kosten und höhere Zinsen spielten eine Rolle: Die Kreditzinsen für Bauvorhaben liegen mittlerweile zwischen drei und vier Prozent, nach fast null Prozent im Jahr 2022. Auch der Preisindex für Wohnungsbau stieg Anfang 2025 um 3,2 Prozent.

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Mönchengladbach jedoch schwimmt gegen den Strom. Die Stadt vollendete 2025 insgesamt 758 Wohnungen – fast dreimal so viele wie im Vorjahr. Mit einer Bauquote von 28,4 Wohnungen pro 10.000 Einwohner belegte die Stadt Platz drei unter den 22 kreisfreien Städten des Landes. Ein entscheidender Faktor war die 2023 gestartete Wohnungsbauinitiative, die 43 Millionen Euro in die städtische Wohnungsbaugesellschaft WohnBau fließen ließ.

Zudem bewilligte die Stadt 2025 Wohnungsbaufördermittel in Höhe von 43,2 Millionen Euro für 218 Wohneinheiten – fast auf dem Rekordniveau des Vorjahres. Die Baugenehmigungen für Neubauten stiegen um 73,6 Prozent, was die wachsende Nachfrage widerspiegelt. Auch im sozialen Wohnungsbau gab es Fortschritte: 2025 wurden 274 Prozent des ursprünglichen Haushaltsansatzes von 2024 genutzt – ein deutlicher Anstieg gegenüber nur fünf Prozent im Jahr 2021.

Während der Wohnungsbau in weiten Teilen Nordrhein-Westfalens zurückgeht, setzt Mönchengladbach mit mehr Genehmigungen, höheren Fördergeldern und starken kommunalen Investitionen auf Tempo. Die Ergebnisse stehen in krassem Gegensatz zur 14-Jahres-Tiefstmarke bei den Neubauten im Land.

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