Niedersachsen investiert Millionen für klimaresistente Böden gegen Extremwetter
Christina SorgatzNiedersachsen investiert Millionen für klimaresistente Böden gegen Extremwetter
Niedersachsen investiert 2,25 Millionen Euro in Projekt zum Schutz von Böden vor Extremwetter
Das Land Niedersachsen stellt 2,25 Millionen Euro für ein Projekt bereit, das Böden widerstandsfähiger gegen extreme Wetterbedingungen machen soll. Wie Umweltminister Christian Meyer bekannt gab, fließt das Geld in Maßnahmen zum Schutz und zur Wiederherstellung der Bodenfunktionen. Ein zentraler Bestandteil der Initiative ist ein neuer Leitfaden für Kommunen, der zeigt, wie versiegelte Flächen entschlossen werden können, um die Wasserspeicherung und Klimaresilienz zu verbessern.
Das Vorhaben ist Teil der umfassenderen Klimawandelanpassungsstrategie Niedersachsens, bekannt als KliBoG. Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) hat nun den zweiten Teil seines Leitfadens "Entsiegelung für die Klimawandelanpassung" veröffentlicht. Die Publikation bietet praktische Instrumente, um versiegelte Flächen zu bewerten und Standorte zu identifizieren, an denen eine Entsiegelung besonders der Wasserbewirtschaftung zugutekäme.
Böden spielen eine entscheidende Rolle bei der Bewältigung von Überschwemmungen und Dürren, da sie Wasser speichern und aufnehmen. Doch durch städtische Bebauung und versiegelte Oberflächen wird diese Fähigkeit oft eingeschränkt. Der Leitfaden soll diesen Trend umkehren, indem er Gemeinden dabei unterstützt, Potenziale zur Entsiegelung von Flächen zu erkennen und die natürliche Drainage wiederherzustellen.
Wie viele Kommunen bereits Entsiegelungsmaßnahmen umsetzen, ist noch unklar. Allerdings enthält der Geobericht 53 des LBEG Fallstudien zu abgeschlossenen Projekten, die als Vorbild für andere Gemeinden dienen können, die ähnliche Strategien verfolgen möchten.
Mit den 2,25 Millionen Euro erhalten Städte und Gemeinden konkrete Handlungsmöglichkeiten für die Klimawandelanpassung. Durch die Reduzierung versiegelter Flächen können sie die Bodenfunktionen stärken, die Wasserspeicherung verbessern und Extremwetter besser standhalten. Der Leitfaden liefert dabei einen klaren Rahmen für lokales Handeln und unterstützt so die langfristigen Resilienzziele Niedersachsens.






