Oster-Reiseboom: Bahn setzt auf Zusatzzüge wegen hoher Spritpreise und Ölkrise
Franz-Peter SchachtOster-Reiseboom: Bahn setzt auf Zusatzzüge wegen hoher Spritpreise und Ölkrise
Steigende Spritpreise und die anhaltende Ölkrise treiben mehr Reisende an Ostern in die Züge
Die Deutsche Bahn reagiert auf die erhöhte Nachfrage mit zusätzlichen Verbindungen auf stark frequentierten Strecken wie Berlin–Köln und Berlin–München. Viele Urlauber suchen angesichts der hohen Kraftstoffkosten nach günstigeren Alternativen zum Auto.
Ab diesem Wochenende wird die Bahn weitere Züge einsetzen, um den Osterandrang zu bewältigen. Besonders nachgefragte Verbindungen wie Berlin–Köln, Berlin–München und Frankfurt–Köln erhalten mehr Kapazitäten, wobei die genaue Zahl der Zusatzverbindungen noch nicht feststeht. Auf der Strecke nach Sylt werden mehr IC-Züge verkehren, und eine neue direkte ICE-Verbindung von Köln nach Konstanz wird eingerichtet, um die Nachfrage zu bedienen.
Die Buchungszahlen liegen deutlich über den Prognosen, mit zweistelligen prozentualen Steigerungen auf einigen Fernstrecken. Gründonnerstag, Karfreitag und Ostermontag sind bereits fast ausgebucht. Doch nicht alle Fahrten werden reibungslos verlaufen: Wegen Bauarbeiten zwischen Baden-Baden und Freiburg müssen Reisende auf Schienenersatzverkehr ausweichen.
Evelyn Palla, Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn, begrüßt die hohen Ticketverkäufe und führt sie auf die explodierenden Spritkosten zurück. Eine aktuelle Insa-Umfrage zeigt, dass 36 Prozent der Befragten wegen der teuren Kraftstoffe ihre Osterreisepläne eingeschränkt haben. Um dem Trend gerecht zu werden, werden auch beliebte Ziele wie der Schwarzwald und der Bodensee mit zusätzlichen Zügen bedient.
Der Oster-Reiseboom zwingt die Deutsche Bahn, ihr Angebot auf den Hauptstrecken auszuweiten. Da immer mehr Menschen wegen der Spritpreise auf die Bahn umsteigen, rechnet das Unternehmen an Spitzenreisetagen mit einer fast vollständigen Auslastung. Ersatzbusse und Bauverzögerungen werden jedoch weiterhin einige Fahrten beeinträchtigen.






