Prozess um extremen Kindesmissbrauch: Paar soll eigenen Säugling gequält haben
Christina SorgatzProzess um extremen Kindesmissbrauch: Paar soll eigenen Säugling gequält haben
Ein 36-jähriger Mann und seine 22-jährige Partnerin müssen sich ab dieser Woche vor dem Landgericht Mainz verantworten. Ihnen werden mehrfach schwerer sexueller Missbrauch an Kindern vorgeworfen, darunter auch an ihrem eigenen Säugling. Im Zentrum des Verfahrens stehen Vorwürfe extremer Gewalt, die mit Mobiltelefonen aufgezeichnet worden sein sollen.
Die Staatsanwaltschaft wirft dem Paar vor, im Jahr 2024 in ihrer Mainzer Wohnung sexuelle Übergriffe auf ihren kleinen Sohn begangen und diese gefilmt zu haben. Dem Mann wird zudem zur Last gelegt, seine beiden Töchter – geboren 2017 und 2019 – während eines Aufenthalts in Bulgarien zwischen 2024 und 2025 schwer missbraucht zu haben. Ein Video soll diese Taten dokumentieren.
Der Angeklagte befindet sich seit Dezember 2025 in Untersuchungshaft. Neben den Missbrauchsvorwürfen müssen sich die beiden auch wegen der Herstellung, Verbreitung und des Besitzes von kinderpornografischem Material verantworten.
Der Prozess beginnt am Mittwoch, dem 10. Juni, mit fünf weiteren Verhandlungsterminen, die bereits feststehen.
Das Gericht wird Beweise für Misshandlungen prüfen, die sich über zwei Länder erstrecken und drei junge Opfer betreffen. Bei einer Verurteilung drohen dem Paar nach deutschem Recht schwere Strafen. Die Verhandlungen werden voraussichtlich mehrere Wochen dauern.






