Rechtsstreit zwischen Fernandes und Ulmen: Talkshow Caren Miosga in der Kritik
Franz-Peter SchachtRechtsstreit zwischen Fernandes und Ulmen: Talkshow Caren Miosga in der Kritik
Der Rechtsstreit zwischen den Schauspielern Collien Fernandes und Christian Ulmen hat eine neue Wendung genommen. Der Medienanwalt Christian Schertz, der Ulmen vertritt, wirft der NDR- und ARD-Talkshow Caren Miosga Befangenheit vor. Unterdessen prüfen die Staatsanwälte in Itzehoe weiterhin die Vorwürfe von Fernandes gegen Ulmen.
In der kommenden Ausgabe von Caren Miosga wird Fernandes gemeinsam mit Bundesjustizministerin Stefanie Hubig zu Gast sein. Schertz kritisierte die Sendung dafür, Ulmens Standpunkt auszuklammern, und bezeichnete die Auswahl der Gäste als einseitig und rechtlich bedenklich. Er behauptet, eine Teilnahme angeboten zu haben, die jedoch abgelehnt worden sei.
Schertz wies zudem Berichte des Spiegel über Ulmens angebliche Verstrickung in Deepfake-Videos zurück. Er bestritt die Darstellung des Magazins zu einem Vorfall auf Mallorca und kündigte rechtliche Schritte an. Das Team von Caren Miosga verteidigte sein Vorgehen und betonte, man behandle eine Angelegenheit von öffentlichem Interesse – stets im Einklang mit journalistischen Standards.
Die Staatsanwaltschaft Itzehoe hat ihre Ermittlungen zu den Vorwürfen von Fernandes noch nicht abgeschlossen. Ulmens Anwaltsteam pocht auf die Unschuldsvermutung und versichert, man habe sich während des gesamten Verfahrens verantwortungsbewusst verhalten.
Die Produzenten der Sendung bekräftigten ihr Bekenntnis zu fairer Berichterstattung. Sie wiesen Schertz' Vorwürfe der Voreingenommenheit zurück und betonten, wie wichtig es sei, gesellschaftlich relevante Themen aufzugreifen, ohne rechtliche Grenzen zu überschreiten.
Der Fall bleibt weiterhin ungeklärt. Während Ulmens Anwälte die Medienberichterstattung anfechten, wird die Caren Miosga-Folge ohne seine Vertretung ausgestrahlt. Über den Ausgang der von Schertz angekündigten Klage gegen den Spiegel ist noch nicht entschieden.






