Regierung prüft Streichung der Steuervergünstigung für Handwerkerleistungen
Stefan TrubinRegierung prüft Streichung der Steuervergünstigung für Handwerkerleistungen
Die deutsche Regierungskoalition prüft derzeit die Abschaffung einer Steuervergünstigung für Handwerkerleistungen im Haushalt. Bisher können Haushalte bis zu 6.000 Euro pro Jahr für handwerkliche Arbeiten von der Steuer absetzen. Der Vorstoß hat Debatten über die finanziellen Auswirkungen auf Steuerzahler und den Bundeshaushalt ausgelöst.
Nach der geltenden Regelung können private Haushalte 20 Prozent der förderfähigen Handwerkerkosten von der Einkommensteuer abziehen. Der maximale jährliche Abzug beträgt 6.000 Euro, was eine Steuerersparnis von bis zu 1.200 Euro bedeutet. Nun erwägt die Koalition, diesen Anreiz vollständig zu streichen.
Koalitionsabgeordnete haben bereits Gespräche mit Wirtschaftsverbänden aufgenommen, um die möglichen Folgen abzuschätzen. Unterdessen betonen führende Vertreter von CDU und CSU, ihnen lägen keine konkreten Pläne zur Abschaffung der Steuervergünstigung vor. Auch das Bundesfinanzministerium wollte sich nicht zu dem Thema äußern.
Ziel der geplanten Änderung ist es, die Staatseinnahmen zu erhöhen. Wann eine Entscheidung fällt und wie der genaue Zeitplan aussieht, bleibt jedoch unklar, da die Beratungen noch laufen.
Fiele die Steuerermäßigung weg, entiele für Hauseigentümer ein finanzieller Anreiz für Renovierungsarbeiten. Der Staat würde zwar höhere Einnahmen erzielen, doch für Haushalte könnten sich die Kosten für Handwerkerleistungen erhöhen. Wirtschaftsverbände analysieren derzeit, wie sich die Änderung auf ihre Branchen auswirken könnte.






