RNN revolutioniert sein Tarifsystem: Pauschalpreise statt 100 Zonen ab 2026
Franz-Peter SchachtRNN revolutioniert sein Tarifsystem: Pauschalpreise statt 100 Zonen ab 2026
Der Rhein-Nahe-Nahverkehrsverbund (RNN) vereinfacht nach über 25 Jahren sein Tarifsystem. Das aktuelle Modell mit 100 Zonen und 14 Preisklassen weicht künftig einer deutlich übersichtlicheren Lösung. Grund für die Reform ist der wachsende Einfluss des Deutschlandtickets, das mittlerweile 72 Prozent der RNN-Einnahmen ausmacht – während klassische Zeitkarten nur noch 2,5 Prozent beisteuern.
Die Umstellung beginnt bei den Abo-Tickets: Für Wochen-, Monats- und Jahreskarten werden Pauschalpreise eingeführt. Die neuen Optionen sollen im dritten Quartal 2026 starten. Bisher müssen Fahrgäste zwischen 182 verschiedenen Kombinationen aus Preisklassen und Ticketarten wählen – künftig reduziert sich die Auswahl auf nur noch sechs Varianten.
Ziel ist ein einheitlicher Preis für jede Ticketart im gesamten RNN-Gebiet. So wird die neue Azubi-Jahreskarte voraussichtlich rund 69 Euro monatlich kosten – und liegt damit nah am aktuellen Preis des Deutschlandtickets (63 Euro pro Monat).
Gelegentliche Nutzer:innen greifen vorerst weiterhin auf das bestehende zonengestützte System für Einzel- und Tageskarten zurück. Doch auch hier sind weitere Vereinfachungen geplant, die bis 2027 umgesetzt werden sollen.
Die Neugestaltung soll die Preise im ÖPNV transparenter und nutzerfreundlicher machen. Mit weniger Optionen und einer Pauschalstruktur entfällt für Fahrgäste die bisher oft verwirrende Tarifwahl. Die Reform spiegelt die zunehmende Dominanz des Deutschlandtickets im Geschäftsmodell des RNN wider.






