Sachsen-Anhalt setzt auf ausländische Arbeitskräfte wie nie zuvor
Franz-Peter SchachtSachsen-Anhalt setzt auf ausländische Arbeitskräfte wie nie zuvor
Sachsen-Anhalt verzeichnet starken Anstieg ausländischer Arbeitskräfte
In Sachsen-Anhalt hat sich die Zahl der ausländischen Beschäftigten in den vergangenen zehn Jahren deutlich erhöht. Die Region führt damit in Ostdeutschland beim Wachstum internationaler Arbeitskräfte. Fast jedes vierte Unternehmen dort beschäftigt mittlerweile Mitarbeiter aus dem Ausland.
Im Jahr 2025 hatten 11.539 Betriebe in Sachsen-Anhalt mindestens einen ausländischen Angestellten – das sind 3.492 mehr als noch 2020. Größere Unternehmen stellen dabei eher internationale Arbeitskräfte ein als kleinere Betriebe.
Die Zahl der ausländischen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten stieg zwischen Juni 2024 und Juni 2025 um 5.560 an. Insgesamt machen ausländische Arbeitskräfte inzwischen fast neun Prozent der Belegschaften aus. Innerhalb der letzten zehn Jahre ist ihre Zahl um 308 Prozent gestiegen.
Markus Behrens, Geschäftsführer der Regionaldirektion Sachsen-Anhalt–Thüringen der Bundesagentur für Arbeit, betont, wie wichtig Zuwanderung für den regionalen Arbeitsmarkt sei. Dennoch beschäftigen fast drei Viertel der Unternehmen in der Region nach wie vor keine ausländischen Mitarbeiter.
Die ausländische Belegschaft in Sachsen-Anhalt ist in den letzten Jahren rasant gewachsen. Das starke Plus bei internationalen Arbeitskräften zeigt die zunehmende Abhängigkeit der Region von Arbeitsmigration. Die Unternehmen passen sich weiter an, da die Nachfrage nach ausländischen Fachkräften steigt.






