Schnieder lehnt mehr Geld für die Bahn ab – "Effizienz statt Extra-Milliarden"
Christina SorgatzSchnieder lehnt mehr Geld für die Bahn ab – "Effizienz statt Extra-Milliarden"
Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder hat Forderungen nach zusätzlicher finanzieller Unterstützung für die Deutsche Bahn zurückgewiesen. Er besteht darauf, dass der Bahnkonzern sein bestehendes Budget effizienter nutzen muss, um Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit zu verbessern.
Fast 170 Milliarden Euro sind der Deutschen Bahn bereits für diese Legislaturperiode zugesichert. Davon sind über 106 Milliarden Euro speziell für Schienenprojekte vorgesehen. Schnieder argumentiert, das Unternehmen brauche nicht mehr Geld, sondern müsse sich auf Effizienzsteigerungen, schnellere Digitalisierung und einen zügigeren Ausbau der Infrastruktur konzentrieren.
Er wies Vorwürfe zurück, kurzfristige Lösungen könnten die Probleme des Netzes beheben. Stattdessen betont er, dass langfristige Arbeit notwendig sei, um nachhaltige Fortschritte zu erzielen. Jedes abgeschlossene Bauprojekt, so Schnieder, werde schrittweise die Systemzuverlässigkeit erhöhen.
Der Minister fordert zudem eine modernisierte Infrastruktur und optimierte Betriebsabläufe. Seine Haltung steht damit im direkten Widerspruch zu den Forderungen der Deutschen Bahn nach weiteren Finanzmitteln, da er die aktuellen Ressourcen für ausreichend hält – vorausgesetzt, sie werden sinnvoll eingesetzt.
Die Bahn wird sich mit dem vorhandenen Budget begnügen müssen, um ihre Leistungen zu verbessern. Schnieders Position bedeutet, dass es vorerst keine Mittelaufstockung geben wird. Nun rückt in den Fokus, wie das Unternehmen die zugewiesenen 170 Milliarden Euro einsetzt, um die Zuverlässigkeitsziele zu erreichen.
