Schwere Arbeitsrechtsverstöße auf Münsteraner Glasfaser-Baustellen aufgedeckt
Christina SorgatzSchwere Arbeitsrechtsverstöße auf Münsteraner Glasfaser-Baustellen aufgedeckt
Routine-Kontrolle auf fünf Glasfaser-Baustellen in Münster deckt schwere Verstöße gegen Arbeitsrecht auf
Bei einer Routineüberprüfung auf fünf Glasfaser-Baustellen in Münster wurden vergangene Woche schwerwiegende Verstöße gegen Arbeitsvorschriften aufgedeckt. Zollbeamte stellten 20 Beschäftigte ohne ordnungsgemäße Sozialversicherungsanmeldung fest – sechs von ihnen arbeiteten illegal im Land.
Die Kontrollen fanden am 26. März 2026 statt, als Mitarbeiter des Münsteraner Hauptzollamts die Baustellen aufsuchten. Von den 38 anwesenden Arbeitnehmern fehlte mehr als die Hälfte die vorgeschriebene Sozialversicherungsdokumentation. Sie waren damit de facto ohne Meldung beschäftigt.
Ein Beschäftigter versuchte während der Überprüfung zu fliehen, wurde jedoch schnell gestellt. Bei einem weiteren Arbeiter stellte sich heraus, dass gegen ihn ein Haftbefehl vorlag; er wurde umgehend der Polizei überstellt.
Verena John, Pressesprecherin des Münsteraner Hauptzollamts, erklärte im Nachgang, solche Verstöße seien zwar selten, aber von großer Brisanz. Die Feststellungen wiesen auf illegale Beschäftigung sowie mögliche Steuerhinterziehung hin. Die Aktion legte erhebliche Unregelmäßigkeiten in der Belegschaft offen: Sowohl nicht angemeldete Arbeitnehmer als auch illegal im Land lebende Personen wurden identifiziert. Nun prüfen die Behörden, ob weitere rechtliche Schritte oder Sanktionen gegen die Verantwortlichen eingeleitet werden.






