SPD holt in Rheinland-Pfalz auf: Kopf-an-Kopf-Rennen vor der Landtagswahl 2026
Christina SorgatzDreyer fühlt mehr Spannung als in ihren eigenen Wahlkämpfen - SPD holt in Rheinland-Pfalz auf: Kopf-an-Kopf-Rennen vor der Landtagswahl 2026
In Rheinland-Pfalz hat die SPD vor der Landtagswahl den Rückstand auf die CDU deutlich verringert. Aktuelle Umfragen vom März 2026 sehen die Partei bei 27 Prozent – knapp hinter der CDU, die auf 27 bis 29 Prozent kommt. Dies bedeutet eine Trendwende seit dem Sommer 2024, als die SPD unter dem neuen Vorsitzenden Alexander Schweitzer noch fünf bis sechs Punkte hinter der Union lag.
Schweitzer, der 2024 die langjährige Ministerpräsidentin Malu Dreyer ablöste, führt mittlerweile mit 40 Prozent als Wunschkandidat für das Amt des Ministerpräsidenten. Sein CDU-Herausforderer Gordon Schnieder kommt in derselben Umfrage auf 25 Prozent.
Die Erholung der SPD folgt auf einen deutlichen Einbruch nach ihrem Ergebnis von 35,7 Prozent bei der Landtagswahl 2021. Noch im Oktober 2024 lag die Partei klar hinter der CDU. Doch unter Schweitzers Führung stieg die Zustimmung stetig an, sodass der Rückstand nun fast aufgeholt ist.
Die ehemalige Ministerpräsidentin Malu Dreyer zeigt sich zuversichtlich, was die Chancen der SPD angeht. Sie bezeichnete den Wahlkampf als hervorragend und ohne Pause und lobte Schweitzers Vorgehen. Obwohl sie selbst nicht mehr an der Spitze steht, gesteht Dreyer, dass es ihr von der Seitenlinie aus noch nervenaufreibender erscheint als während ihrer eigenen Kampagnen.
Laut dem aktuellen ZDF-Politbarometer übertrifft Schweitzers persönliche Beliebtheit die seines CDU-Konkurrenten deutlich. Mit 40 Prozent, die ihn als Ministerpräsident favorisieren – gegenüber Schnieders 25 Prozent –, scheint die SPD derzeit den Schwung auf ihrer Seite zu haben. Die Partei strebt nun an, ihre seit 1991 andauernde Regierungszeit im Land fortzusetzen.
Der Wahlkampf in Rheinland-Pfalz hat sich seit 2024 spürbar enger gestaltet. Der Aufstieg der SPD in den Umfragen und Schweitzers Führungsposition in der Beliebtheitsskala deuten auf ein Kopf-an-Kopf-Rennen hin. Die endgültigen Ergebnisse werden zeigen, ob die Partei ihre lange Amtszeit verlängern kann.






