17 April 2026, 06:37

Südstadt-Center in Köln bleibt zu – Proteste und Vandalismus nehmen zu

Stadtmalleingangsschild mit der Aufschrift "Stadt Mall Now Open" mit umgebender Vegetation, einem Metallzaun, Menschen, einem Auto, Pfosten, einer Fahne, Lichtern und einem bewölkten Himmel.

Südstadt-Center in Köln bleibt zu – Proteste und Vandalismus nehmen zu

Südstadt-Center in Köln seit Februar geschlossen – Anwohner protestieren zum sechsten Mal

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Das Südstadt-Center in Köln bleibt seit Februar geschlossen, nachdem schwere Verstöße gegen den Brandschutz aufgedeckt wurden. Anwohner haben nun bereits zum sechsten Mal gegen die Schließung protestiert und fordern die Wiedereröffnung. Unterdessen nehmen Vandalismus und Diebstähle auf dem verlassenen Gelände zu, was die Sorgen um die Zukunft des Standorts weiter verschärft.

Die Stadt hatte das Einkaufszentrum nach wiederholten Warnungen wegen mangelnden Brandschutzes schließen lassen. Bereits im vergangenen Jahr hatten Prüfungen der Unteren Bauaufsichtsbehörde kritische Mängel festgestellt, doch der Eigentümer hatte diese nicht behoben. Seit die Türen verramscht sind, wurden kürzlich Kupferdiebe dabei ertappt, wie sie Material aus dem leerstehenden Gebäude stahlen.

Der Protestorganisator Daniel Mahler warf der Stadt vor, die Gelder falsch zu verwalten und bei der Schließung intransparent zu agieren. Oberbürgermeister Dr. Alexander Vogt nahm an der jüngsten Demonstration teil, konnte aber keine schnelle Lösung versprechen. Hinter den Kulissen führt inzwischen ein Vertreter der Stadt Gespräche mit potenziellen Investoren, um das Gelände wiederzubeleben.

Scheitern die Bemühungen um eine Wiedereröffnung des Südstadt-Centers, gibt es einen Alternativplan: Ein Investor steht bereit, in der Nähe einen kleineren Ersatzbau zu errichten – angelehnt an das Einzelhandelszentrum Büschdorfer Mitte. Je nach Genehmigungsverfahren könnte der Bau zwischen eineinhalb und zwei Jahren dauern.

Die Zukunft des Centers bleibt ungewiss, eine baldige Wiedereröffnung ist nicht in Sicht. Die Stadtverantwortlichen verhandeln weiter mit Investoren, während die Anwohner auf Antworten drängen. Sollte keine Lösung gefunden werden, könnte ein verkleinerter Neubau entstehen – frühestens jedoch Ende 2025.

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