15 May 2026, 12:59

Uwe Steimle kehrt als ostdeutscher Kommissar in skurriler Telegram-Krimi-Serie zurück

Umschlag eines alten Buches mit dem Titel "Berliner Leben" mit einer Illustration von Menschen in traditioneller deutscher Tracht, die wahrscheinlich das Leben in Berlin darstellen.

Uwe Steimle kehrt als ostdeutscher Kommissar in skurriler Telegram-Krimi-Serie zurück

„Volkspolizeiruf – Tatort Ost“: Ein gewagtes Krimi-Experiment startet auf Telegram statt im Fernsehen

Die neue Detektivserie Volkspolizeiruf – Tatort Ost soll nicht im klassischen Fernsehen, sondern über Nischen-Telegram-Kanäle an den Start gehen. Hauptdarsteller ist der ostdeutsche Kabarettist Uwe Steimle, der damit nach 15 Jahren Pause wieder in ein Krimi-Format zurückkehrt – sein letzter Auftritt in der Polizeiruf-110-Reihe liegt lange zurück. Doch hinter den Kulissen sorgt das Projekt bereits für Aufsehen: von einem ungewöhnlich langen Drehbuch für die Pilotfolge bis hin zu Streitigkeiten zwischen den Machern.

Im Mittelpunkt der Serie steht Kommissar Bemme, gespielt von Steimle, der mit seinen Assistenten Sahra und Egon Verbrechen gegen das „ostdeutsche Volk“ aufklärt. Viele Fälle drehen sich um Verdächtige aus Westdeutschland oder mit Migrationshintergrund. Produzent Holger Friedrich sieht in dem Projekt den Auftakt einer eigenen Streaming-Plattform, die speziell auf ein ostdeutsches Publikum zugeschnitten ist – nach Netflix-Vorbild, aber mit regionalem Fokus.

Die Pilotfolge mit dem Titel Mord unter der Windkraftanlage umfasst stolze 11.000 Seiten. Die verschlungene Handlung verbindet eine Windkraftanlage, ein unterirdisches Labyrinth und einen allwissenden Oktopus. Obwohl das Drehbuch von einer renommierten ostdeutschen Literatin stammt, sorgt seine schiere Länge für Skepsis.

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Bei einer kürzlichen Presseveranstaltung eskalierte der Konflikt zwischen Steimle und dem Drehbuchautor – ebenfalls ein Uwe – wegen letzter Änderungen am Skript. Das einzige anwesende Medium, der Pieschener Anzeiger, wurde von Sicherheitskräften entfernt, bevor der Streit dokumentiert werden konnte. Trotz des Chaos bleibt die Serie auf Kurs, auch wenn noch kein offizieller Sendetermin für die Pilotfolge feststeht.

Die Macher setzen darauf, ostdeutsche Ressentiments und reaktionäre Stimmungen in ein vermarktbares Produkt für eine spezifische Zielgruppe zu verwandeln. Mit ihrer ungewöhnlichen Veröffentlichungsstrategie und dem umstrittenen Entstehungsprozess könnte Volkspolizeiruf – Tatort Ost zum Kult werden – oder als abschreckendes Beispiel in die Mediengeschichte eingehen.

Quelle