27 June 2026, 06:25

Weihnachtsgeld 2024: Warum von 3.000 Euro brutto oft nur die Hälfte übrig bleibt

Weihnachtsgeld brutto oder netto: Wie viel bleibt übrig?

Weihnachtsgeld 2024: Warum von 3.000 Euro brutto oft nur die Hälfte übrig bleibt

Weihnachtsgeld in Deutschland unterliegt der Einkommensteuer – und wird anders berechnet als das monatliche Gehalt. Im Jahr 2024 lag die durchschnittliche brutto Sonderzahlung für Beschäftigte mit Tarifvertrag bei etwa 2.987 Euro. Nach Abzügen blieben den Arbeitnehmern in der Regel zwischen 1.500 und 1.900 Euro netto.

Da das Weihnachtsgeld im Jahr der Auszahlung voll versteuert wird, kann es dazu führen, dass Beschäftigte in eine höhere Steuerklasse rutschen. Dadurch fällt die Nettoauszahlung oft geringer aus, als wenn dieselbe Summe auf die Monatsgehälter verteilt würde. Neben der Einkommensteuer fallen zudem der Solidaritätszuschlag, gegebenenfalls die Kirchensteuer sowie Sozialabgaben an.

Für Gutverdiener entfallen die Sozialversicherungsbeiträge ab der Beitragsbemessungsgrenze – das kann die Abzüge für Beschäftigte mit Einkommen über diesen Grenzen verringern. Zudem kann die Sechstelregelung die Steuerlast mindern, wenn die Sonderzahlung mehr als 25 Prozent des monatlichen Bruttogehalts beträgt.

Mithilfe eines Brutto-Netto-Rechners können Arbeitnehmer ihr voraussichtliches Netto-Weihnachtsgeld abschätzen. Als Faustregel gilt: Je nach Steuerklasse und Gehaltshöhe behalten Beschäftigte etwa 50 bis 65 Prozent ihrer Prämie. Wer Weihnachtsgeld erhält, kann zudem im Rahmen der jährlichen Steuererklärung unter Umständen eine Steuerrückerstattung beantragen.

Durch die Besteuerung bleibt von der brutto Sonderzahlung oft weniger als die Hälfte netto übrig. Die genaue Höhe hängt von den individuellen Verhältnissen ab, doch Tools wie der Brutto-Netto-Rechner helfen, den Auszahlungsbetrag vorab zu klären. Eine mögliche Rückerstattung lässt sich später über die Steuererklärung geltend machen.

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