21 March 2026, 08:31

Wie DDR-Symbole nach der Wiedervereinigung aus dem Alltag verschwanden

Zwei Medaillen mit lila und weißen Bändern, beschriftet mit Text, auf einer maronenfarbenen Oberfläche.

Neue Ausstellung: 'Die Entsorgung von GDR-Staatsymbolen' - Wie DDR-Symbole nach der Wiedervereinigung aus dem Alltag verschwanden

Eine neue Ausstellung in Berlin zeichnet das Schicksal der Staatsymbolik der DDR nach der Wiedervereinigung nach. Noch allgegenwärtig, verschwanden Flaggen, Embleme und Orden der Deutschen Demokratischen Republik fast über Nacht. Die Schau zeigt, wie diese Gegenstände von politischen Ikonen zu vergessenen Relikten wurden.

Als die DDR am 2. Oktober 1990 offiziell endete, verloren ihre Symbole jede politische Bedeutung. Flaggen, Abzeichen und Medaillen wurden eilig aus dem öffentlichen Raum entfernt. Viele landeten im Müll oder wurden auf Flohmärkten für wenig Geld verkauft.

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Die Ausstellung "Ein Land im Container: Die Entsorgung der DDR-Staatssymbole" untersucht dieses rasche Verschwinden. Organisiert vom DDR-Museum in Berlin-Mitte, präsentiert sie Exponate aus dem eigenen Bestand. Der Großteil der erhaltenen Staatsorden und -abzeichen wurde zunächst vom Bundesarchiv in Berlin-Lichterfelde archiviert, bevor sie in Museen überführt wurden.

Während unzählige Stücke entsorgt wurden, blieben einige erhalten. Heute sind sie als historische Objekte zu sehen – nicht mehr als politische Bekenntnisse. Die Ausstellung läuft noch bis Mitte November.

Die Schau verdeutlicht, wie sich DDR-Symbole vom alltäglichen Erscheinungsbild zu Museumsstücken wandelten. Besucher können die Überreste eines untergegangenen Staates hautnah erleben. Gleichzeitig dokumentiert die Ausstellung die systematische Beseitigung dieser Gegenstände aus dem öffentlichen Leben nach der Wiedervereinigung.

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