WM 2026: Wie die deutsche Brauereibranche vom Fußballfieber profitieren will
Christina SorgatzWM 2026: Wie die deutsche Brauereibranche vom Fußballfieber profitieren will
Die Fußball-Weltmeisterschaft der FIFA wird der deutschen Brauereibranche erneut Auftrieb verleihen. Die Brauer erwarten starke Umsätze, doch der Erfolg hängt von der Leistung der Nationalmannschaft und dem Sommerwetter ab. In diesem Jahr werden jedoch aufgrund der Zeitverschiebung des Turniers große öffentliche Public-Viewing-Zonen fehlen.
Traditionell steigen die Bierverkäufe in Deutschland während großer Fußballturniere deutlich an. 2006 trieb die Weltmeisterschaft den Konsum um 140 Millionen Liter in die Höhe. Bei der Veranstaltung 2014 war der Anstieg noch größer: Mindestens zwei Millionen Hektoliter wurden verkauft.
Diesmal werden sich die Fans eher in Biergärten, Kneipen und privaten Räumen versammeln als in großen öffentlichen Übertragungszonen. Die Bundesregierung hat die Vorschriften für kleinere Public-Viewing-Events gelockert – ein Schritt, den die Branche begrüßt. Dennoch könnten hohe Kosten und eine gedämpfte Verbraucherstimmung das Wachstum bremsen.
Frühere Turniere zeigen, wie externe Faktoren die Trinkgewohnheiten beeinflussen. Während der UEFA-Europameisterschaft 2020 dämpften schlechtes Wetter und globale Spannungen die Begeisterung für Bier.
Die Weltmeisterschaft birgt dennoch erhebliches Verkaufspotenzial für deutsche Brauereien. Doch die diesjährigen Ergebnisse werden von Mannschaftserfolgen, Wetter und wirtschaftlichen Belastungen abhängen. Ohne große Public-Viewing-Bereiche wird sich der Konsum vermutlich stärker in kleinere, lokale Settings verlagern.






