Wohnungsbau in Deutschland kämpft mit Lieferengpässen und schwacher Nachfrage
Stefan TrubinWohnungsbau in Deutschland kämpft mit Lieferengpässen und schwacher Nachfrage
Deutschlands Wohnungsbau steht vor wachsenden Herausforderungen, da geopolitische Spannungen und Lieferengpässe die Branche zunehmend belasten. Unternehmen melden eine Verschlechterung der Lage – sowohl bei der aktuellen Geschäftstätigkeit als auch bei den Zukunftsaussichten, die deutlich nachgeben.
Im April gaben 9,2 Prozent der befragten Firmen an, von Lieferstörungen betroffen zu sein, insbesondere bei Rohstoffen. Die Knappheit verschärft die ohnehin bestehenden Sorgen um Engpässe in den Lieferketten, die sich in den letzten Monaten weiter zugespitzt haben.
Der Anteil der Unternehmen, die unter mangelnder Auftragslage leiden, blieb mit 43,8 Prozent unverändert hoch. Gleichzeitig stagnierte die Stornierungsrate bei 10,8 Prozent – eine nur geringe Verbesserung gegenüber früheren Erhebungen.
Doch nicht nur der Tagesbetrieb bereitet Probleme: Die Stimmung für die Zukunft hat sich weiter eingetrübt. Auch die Bewertung laufender Projekte fällt zunehmend negativer aus – ein Zeichen für die verbreitete Verunsicherung in der Branche.
Materialmangel, schwache Nachfrage und geopolitische Risiken bilden ein belastendes Umfeld für den deutschen Wohnungsbau. Die Unternehmen kämpfen weiterhin mit anhaltenden Schwierigkeiten, und eine baldige Besserung ist nicht in Sicht.






