Wolf greift Frau in Hamburg-Altona an – Experten fordern klare Lösungen
Christina SorgatzWolf greift Frau in Hamburg-Altona an – Experten fordern klare Lösungen
Wolf greift Frau in Hamburg-Altona an – Experten fordern Konsequenzen
Ein Wolf hat in Hamburg-Altona eine Frau angegriffen, nachdem diese versucht hatte, das Tier aus einem Durchgang mit automatischen Türen zu befreien. Der Vorfall hat bei Wildtierexperten, darunter Helmut Dammann-Tamke, dem Präsidenten des Deutschen Jagdverbands (DJV), Forderungen nach schnellem Handeln ausgelöst. Er drängt die Behörden, das Tier entweder einzuschläfern oder es mit einem Peilsender freizulassen, um weitere Gefahren zu verhindern.
Der Wolf wurde ohne Betäubung gefangen und vorläufig im Wildgehege Klövensteen in Rissen untergebracht. Dammann-Tamke betonte, dass eine dauerhafte Haltung in Gefangenschaft aus Tierschutzsicht keine tragfähige Lösung sei.
Er verwies auf einen Fall aus dem Jahr 2016, als ein Wolf namens Kurti getötet wurde, nachdem er wiederholt Spaziergänger mit Hunden aufgesucht hatte. Solche Maßnahmen könnten andere Wölfe davon abhalten, sich Menschen zu stark zu nähern, so Dammann-Tamke. Falls das Tier freigelassen werde, müsse es unbedingt mit einem Peilsender ausgestattet werden, um seine Bewegungen zu überwachen.
Der Experte warnte zudem, dass bei weiteren Vorfällen härtere Maßnahmen – einschließlich der Tötung des Wolfs – notwendig werden könnten. Er machte deutlich, dass nun die Politik in der Verantwortung stehe, über das Schicksal des Tieres zu entscheiden. Sein übergeordnetes Ziel bleibe es, ein konfliktfreies Zusammenleben von Menschen, Wölfen und Weidetieren zu ermöglichen.
Aktuell gibt es in Deutschland 219 Wolfsrudel, 43 territoriale Paare und 14 Einzeltiere, vor allem in den östlichen und nördlichen Regionen. Obwohl Wölfe von Natur aus menschenScheu sind, sich durch urbanen Stress und ihre nächtliche Lebensweise fernhalten, haben jüngste Sichtungen in Hamburg Besorgnis ausgelöst.
Der Angriff in Hamburg-Altona setzt die Behörden unter Handlungsdruck. Dammann-Tamkes Vorschläge umfassen entweder die Euthanasie des Tieres oder eine Freilassung unter Überwachung, um die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten. Die Entscheidung liegt nun bei den Verantwortlichen in der Politik, die Tierschutz und das Risiko künftiger Vorfälle gegeneinander abwägen müssen.






