Wolfenbüttel plant bis 2040 den kompletten Ausstieg aus fossilen Brennstoffen im Wärmenetz
Franz-Peter SchachtWolfenbüttel plant bis 2040 den kompletten Ausstieg aus fossilen Brennstoffen im Wärmenetz
Wolfenbüttel treibt die Pläne für eine grundlegende Modernisierung seines Wärmenetzes bis 2040 entschlossen voran. Derzeit deckt die Stadt 94 Prozent ihres jährlichen Wärmebedarfs von 600 Gigawattstunden mit fossilen Brennstoffen. Nun streben die Verantwortlichen an, die CO₂-Emissionen im Wärmesektor innerhalb der nächsten 14 Jahre vollständig abzuschaffen.
Ein Entwurf des Wärmeplans liegt bis Ende Mai zur öffentlichen Stellungnahme vor. Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen sowie lokale Akteure können die Vorschläge prüfen und in dieser Phase Feedback einreichen. Die endgültige Fassung wird anschließend als Leitfaden für die Umsetzungsstrategie der Stadt dienen.
Der Plan unterteilt Wolfenbüttel in 46 verschiedene Zonen, für die jeweils maßgeschneiderte Maßnahmen zur Dekarbonisierung vorgesehen sind. Zwei zentrale Ansätze stehen im Fokus: der Ausbau der Fernwärmenetze und die verstärkte Nutzung von Wärmepumpen. Diese Lösungen sollen schrittweise das heutige, von fossilen Energieträgern abhängige System ersetzen.
Die Stadtführung betont die Dringlichkeit des Wandels, da die bestehende Infrastruktur innerhalb des kommenden Jahrzehnts umgestaltet werden muss. Der fertige Wärmeplan wird konkrete Schritte festlegen, um das Ziel einer vollständig CO₂-freien Wärmeversorgung bis 2040 zu erreichen.
Die öffentliche Konsultation läuft noch bis Ende Mai und gibt den Einwohnerinnen und Einwohnern die Möglichkeit, die Strategie mitzugestalten. Sobald der Plan finalisiert ist, bildet er die Grundlage für die schrittweise Umsetzung der Veränderungen im Wolfenbütteler Wärmenetz. Das ehrgeizige Ziel der Stadt bleibt ein vollständiger Ausstieg aus fossilen Brennstoffen innerhalb des gesetzten Zeitrahmens.






