Zukunft von Old Texas Town in Spandau: Verhandlungen gescheitert – Räumung droht
Stefan TrubinZukunft von Old Texas Town in Spandau: Verhandlungen gescheitert – Räumung droht
Verhandlungen über die Zukunft von „Old Texas Town“ in Berlin-Spandau gescheitert
Die Verhandlungen über die Zukunft des Western-Themenparks Old Texas Town im Berliner Bezirk Spandau sind gescheitert. Streitpunkt ist das Gelände an der Paulsternstraße, das im Besitz der Firma Dr. Aldinger & Fischer steht. Mit dem zuständigen Bezirksamt konnte keine Einigung über die weitere Nutzung des Areals erzielt werden.
Der Verein Old Texas Town, der das Gelände derzeit nutzt, hat bereits keinen gültigen Mietvertrag mehr. Der Eigentümer schlug eine fünfjährige Übergangsregelung vor, doch das Bezirksamt lehnte dieses Angebot ab. Daraufhin verweigerte der Eigentümer eine Verlängerung über eine maximal fünfjährige Duldsfrist hinaus.
Das Unternehmen drängt nun auf eine mittelfristige gewerbliche Bebauung des Grundstücks. Dieser Plan steht jedoch im Widerspruch zu den geltenden Bebauungsvorschriften, die eine solche Nutzung nicht vorsehen. Zudem verweigerte das Bezirksamt eine vorläufige Baugenehmigung, woraufhin die Gespräche endgültig platzten.
Das Bezirksamt Spandau betont, im Verlauf der Verhandlungen erhebliche Zugeständnisse gemacht zu haben. So habe man dem Verein ein Mietverhältnis von bis zu acht Jahren angeboten. Gleichzeitig wies die Behörde den Vorwurf zurück, keine Rechtssicherheit zu bieten: Planungsverlässlichkeit müsse für alle Beteiligten gleichermaßen gelten.
Nach dem Scheitern der Verhandlungen droht dem Verein Old Texas Town nun eine Räumungsklage. Die Betreiber möchten das Gelände behalten, doch ihre Zukunft bleibt ungewiss. Der Konflikt zeigt die Spannung zwischen Entwicklungsplänen und bestehenden Bauvorschriften auf.






