Zwei Drittel der Studiengänge in Deutschland sind jetzt zulassungsfrei – ein historischer Wandel
Christina SorgatzZwei Drittel der Studiengänge in Deutschland sind jetzt zulassungsfrei – ein historischer Wandel
Mehr als zwei Drittel der Studiengänge an deutschen Hochschulen werden im Wintersemester 2026/27 ohne Zulassungsbeschränkungen angeboten. Dies stellt eine deutliche Veränderung gegenüber den Vorjahren dar und bedeutet weniger Hürden für Studieninteressierte. Nur noch 31,6 Prozent der Studiengänge unterliegen Zugangsbeschränkungen – ein Rückgang im Vergleich zum Vorjahr.
Vor einem Jahrzehnt verlangte fast die Hälfte aller Bachelorstudiengänge bestimmte Noten für die Aufnahme. Heute nehmen sieben von zehn grundständigen Studiengängen Studierende unabhängig von ihren Schulabschlussnoten auf. Der Rückgang der zulassungsbeschränkten Studiengänge ist bundesweit spürbar.
Hamburg verzeichnet eine der stärksten Veränderungen: Der Anteil der Studiengänge mit Zulassungsbeschränkungen sank innerhalb von nur zwei Jahren von 62,4 auf 37,6 Prozent. Berlin und Baden-Württemberg weisen dagegen weiterhin die höchsten Anteile an zulassungsbeschränkten Studiengängen auf.
Die besten Chancen für Studierende bieten Thüringen, Brandenburg und Rheinland-Pfalz. In diesen Bundesländern unterliegen weniger als jeder fünfte Studiengang Zugangsbeschränkungen. Der Gesamtanteil der Studiengänge mit Zulassungsbeschränkungen ist im Vergleich zum Vorjahr um 0,9 Prozentpunkte gesunken. Dieser Trend bedeutet, dass die meisten Studierenden bei der Bewerbung für ihren Wunschstudiengang auf weniger Hindernisse stoßen werden. Die Entwicklung spiegelt eine generelle Öffnung des deutschen Hochschulsystems wider.






