70 Millionen Produktlöschungen: Warum Deutschlands Online-Marktplätze unsichere Waren nicht stoppen
Christina Sorgatz70 Millionen Produktlöschungen: Warum Deutschlands Online-Marktplätze unsichere Waren nicht stoppen
Deutschlands fünf größte Online-Shopping-Plattformen löschen im November 2025 fast 70 Millionen Produktangebote
Eine neue Analyse des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) zeigt, dass ein großer Teil dieser Artikel unsicher oder illegal war. Die Verbraucherschützer fordern nun strengere Kontrollen, um zu verhindern, dass gefährliche Waren überhaupt erst angeboten werden.
Der vzbv wertete Daten aus der EU-Datenbank für Produktentfernungen durch Online-Marktplätze aus. Demnach waren 30 Millionen der gelöschten Angebote als „unsicher“ oder „verboten“ eingestuft worden. Trotz dieser Löschungen warnt die Organisation, dass es weiterhin Lücken bei der Abgleichung mit der EU-Datenbank gibt.
Die aktuellen Prüfungen reichen nicht aus, sodass einige gefährliche Produkte weiterhin für Käufer verfügbar bleiben. Die Verbraucherschützer argumentieren, dass Plattformen unsichere Artikel bereits vor der Veröffentlichung blockieren sollten – statt sie erst im Nachhinein zu entfernen.
Die fünf größten deutschen Marktplätze – darunter bekannte Namen des E-Commerce – waren für den Großteil der Löschungen verantwortlich. Dennoch besteht der vzbv darauf, dass proaktivere Maßnahmen nötig sind, um Verbraucher vor riskanten Käufen zu schützen.
Der Bericht des vzbv unterstreicht, dass trotz der massenhaften Löschungen weiterhin Risiken im Online-Handel bestehen. Allein in einem Monat wurden 30 Millionen unsichere Angebote entfernt – die Organisation fordert daher eine automatisierte Vorabprüfung, um zu verhindern, dass gefährliche Produkte überhaupt zu den Verbrauchern gelangen. Ohne schärfere Kontrollen könnten weiterhin gefährliche Waren durch die Maschen schlüpfen.






