30 June 2026, 16:38

Braunschweiger Händler kämpfen um Überleben wegen Dauerbaustellen am Hagenmarkt

Keine Soforthilfe für durch Bauarbeiten geschädigte Unternehmen: Das wird nicht passieren

Braunschweiger Händler kämpfen um Überleben wegen Dauerbaustellen am Hagenmarkt

Lokale Unternehmen in Braunschweig leiden unter anhaltenden Baustellen am Hagenmarkt, Bültenweg und Helmstedter Straße. Durch sinkende Kundenfrequenz, wegfallende Parkplätze und gesperrte Zufahrten geraten viele Händler in Bedrängnis. In einer jüngsten Ratssitzung wurden mögliche Hilfsmaßnahmen für die betroffenen Betriebe erörtert.

Die BIBS-Gruppe und Stadtrat Robert Glogowski hatten ursprünglich beantragt, den Braunschweiger Baustellenfonds wieder einzuführen, um den von den Behinderungen besonders betroffenen Unternehmen schnell zu helfen.

Kurz vor der Abstimmung brachten die Fraktionen von SPD, CDU und Grünen jedoch einen überraschenden Änderungsantrag ein. Statt der Soforthilfe soll nun zunächst eine Bestandsaufnahme der bisherigen Unterstützungsmaßnahmen erfolgen. Der neue Vorschlag sieht vor, bestehende finanzielle und nicht-finanzielle Hilfen zu bewerten und darauf aufbauend klarere, transparente Kriterien für künftige Förderungen zu entwickeln.

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Der Änderungsantrag wurde angenommen – die Wiedereinführung des Fonds ist damit vorerst vom Tisch. Die Ergebnisse der Prüfung sollen zunächst in die Fachausschüsse des Rates gehen, bevor sie in die Haushaltsberatungen für 2027/2028 einfließen. Kritiker wie Stefan Wirtz (AfD) monieren, dass das Verfahren für die in Not geratenen Unternehmen zu langsam voranschreite.

Der Rat hat sich damit gegen eine sofortige finanzielle Unterstützung und für eine gründliche Analyse entschieden. Die Ergebnisse dieser Bewertung werden die Grundlage für künftige Hilfen an von Langzeitbaustellen betroffene Betriebe bilden. Konkrete Beschlüsse zu neuen Maßnahmen werden erst nach den Haushaltsverhandlungen für 2027/2028 erwartet.

Quelle